09.01.2013 12:03
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Bund muss höhere Zinsen für fünfjährige Schulden zahlen

Deutschland-Anleihen
Deutschland muss den Anlegern trotz seines Status als "sicherer Hafen" etwas höhere Zinsen bieten.
Bei einer Versteigerung neuer Bundesobligationen mit fünfjähriger Laufzeit stieg die durchschnittliche Rendite im Vergleich zu einer Auktion Ende November um 0,12 Punkte auf 0,53 Prozent. Dies teilte die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mit. Das Ergebnis spiegelt die Entwicklung der vergangenen Wochen im freien Handel wieder, wo die spürbare Beruhigung der Schuldenkrise die Nachfrage nach sicheren Anlagen etwas gebremst hat. Im längeren Vergleich kann sich Deutschland aber immer noch ungewöhnlich günstig refinanzieren.

    Mit den Schuldtiteln nahm der Bund unmittelbar knapp 4,1 Milliarden Euro auf. Der Restbetrag zum Emissionsziel von fünf Milliarden Euro soll wie üblich im freien Handel (Sekundärmarkt) begeben werden. Die Nachfrage nach den Obligationen blieb hoch.

    Wie alle neu begebenden Staatsanleihen im Euroraum müssen auch Bundesanleihen mit Beginn dieses Jahres sogenannte "Umschuldungsklauseln" beinhalten, soweit ihre Laufzeit mehr als ein Jahr beträgt. Diese "Collective Action Clauses" (CAC) sehen verbindliche Regeln für den - für Deutschland unwahrscheinlichen Fall - eines Zahlungsausfalls vor. Hintergrund der Neuerung sind die schweren Verwerfungen an einigen Anleihemärkten während der Schuldenkrise und die Einrichtung des Euro-Rettungsfonds ESM.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Hitdelight / Shutterstock.com, Noerenberg / Shutterstock.com

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