14.03.2013 12:40
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USD/CHF: Die Schweizer Notenbank will die Franken-Abwertung!

Immer wieder gab es in den letzten Monaten Spekulationen, die Schweizerische Nationalbank (SNB) könnte die von ihr im September 2011 festgelegte Untergrenze ...
... von 1,20 CHF für den Wechselkurs EUR/CHF nicht verteidigen. Denn: Sie muss dafür Fremdwährungen kaufen und quasi unbegrenzt Franken auf den Markt werfen. Das sehen viele als großes Inflationsrisiko in der Zukunft an. Und in der Tat haben sich die Devisenreserven auf das Doppelte angewachsen. Doch die Maßnahme war nötig, um eine Rezession in der Schweiz zu vermeiden und die SNB wird daran festhalten, das unterstrichen die Notenbanker bei ihrer heutigen Sitzung. Und um Inflation muss man sich angesichts eines fallenden Preisniveaus in der Schweiz derzeit sicher keine Sorgen machen.

Der Franken ist überbewertet

Die SNB war auch deshalb erfolgreich im Kampf gegen die Aufwertung, weil der Franken nach allen gängigen Bewertungsmodellen immer noch stark überbewertet ist. Es könnte daher meiner Ansicht nach sein, dass die Notenbanker versuchen, den Wechselkurs noch weiter nach oben zu treiben. Das wirkt sich – ebenso wie die aktuelle Stärke des US-Dollars – auch positiv auf den Wechselkurs USD/CHF aus. Nach dem Bruch des Widerstands bei 0,9500 CHF wird sich der Anstieg zumindest noch bis 0,9600 CHF fortsetzen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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