16.06.2017 16:42
Bewerten
(1)

Morgan Stanley: Das ist nötig, damit der Bitcoin-Kurs weiter steigt

Bitcoin-Rally: Morgan Stanley: Das ist nötig, damit der Bitcoin-Kurs weiter steigt | Nachricht | finanzen.net
Bitcoin-Rally
Die Kryptowährung Bitcoin hat in 2017 bisher eine sagenhafte Rally hingelegt. Nun warnt die Investmentbank Morgan Stanley jedoch, dass dieser Aufschwung abklingen wird, wenn nicht einige Änderungen am Konzept von Kryptowährungen vorgenommen werden.
Seit Jahresbeginn hat sich der Bitcoin-Kurs nahezu verdreifacht. Aufgrund massiver Probleme an der Online-Börse Coinbase musst jedoch vergangenen Montag der Handel für Krypto-Währungen für vier Stunden ausgesetzt werden. Kurz vor diesem Ausfall stürzte der Bitcoin-Kurs um über zehn Prozent in die Tiefe, nachdem er einen Tag zuvor erstmals an der Marke von 3.000 US-Dollar kratzte. Im Donnerstagshandel ging es dann sogar bis auf 2.200 US-Dollar runter. Nach einer leichten Erholung pendelt der Kurs am Freitagnachmittag wieder bei rund 2.500 US-Dollar. Doch auch das ist immer noch eine sagenhafte Bilanz: Zum Jahresstart 2017 stand Bitcoin noch bei gerade einmal 960,06 Dollar.

Dieser Wachstumstrend zeigt sich auch bei anderen Internetwährungen. Insgesamt knackten die verschiedenen Cyber-Währungen bei der Marktkapitalisierung jüngst die Marke von 100 Milliarden Dollar. Dies war insbesondere der starken Entwicklung von Bitcoin und Ethereum - den beiden am weitesten verbreiteten Digitalwährungen - geschuldet. Angesichts dieser rasanten Entwicklung und der zwischenzeitlichen Einbrüche fragen sich jedoch viele Investoren, ob nun ein längerfristiger Abwärtstrend droht.

Regulierung vs. Unabhängigkeit

Die Fans des digitalen Geldes schätzen vor allem seine Unabhängigkeit. Banken, Notenbanken und staatliche Organe bleiben beim Handel mit digitalen Zahlungssystemen komplett außen vor. Diese Anonymität wird besonders in China geschätzt, wo Anleger dank Internetwährungen die Kapitalverkehrskontrollen umgehen können. Zudem haben die misslungenen Bargeldreformen in den Schwellenländern Indien und Venezuela das Vertrauen in staatliche Währungen erschüttert. Ein weiterer Vorteil ist daneben die hohe Flexibilität des Cyber-Geldes, da es weder regulatorische noch bürokratische Hürden für Anleger gibt.

Jedoch sind für die jüngste Kursexplosion laut Morgan Stanley hauptsächlich Spekulanten verantwortlich. Und diese Spekulanten sind laut der US-Investmentbank weniger an Anonymität, sondern eher an mehr staatlicher Aufsicht und Sicherheit interessiert. Daher lautet das Urteil der Morgan-Stanley-Experten, dass Bitcoin, Ethereum und Co. ohne mehr staatliche Akzeptanz und eine damit verbundene stärkere Regulierung nicht weiter steigen werden.

Wie genau eine staatliche Regulierung ausgestaltet sein müsse, hat die Investmentbank dabei nicht spezifiziert. Sie erklärte jedoch, dass die staatlichen Vorgaben für die einzelnen Digitalwährungen unterschiedlich sein könnten.

Ferner wies Morgan Stanley darauf hin, dass staatliche Regulierungsstellen bereits jetzt die Entwicklung der von allen Cyberwährungen verwendeten Blockchain-Verschlüsselung genau beobachten und sich um einen Masterschlüssel bemühen, der ihnen Einsicht in sämtliche Transaktionen ermöglichen soll. Dies dürfte viele Bitcoin-Besitzer sehr beunruhigen, immerhin war es ja das Ziel, ein System ohne staatliche Kontrolle zu schaffen.

Japan macht‘s vor

Die japanische Regierung ist bereits einen Schritt in diese Richtung gegangen: Seit dem 1. April 2017 erkennt das Land Internetwährungen offiziell als Zahlungsmittel an.

Mit einem neuen Gesetz wurde ein Rahmen geschaffen, der die Cyber-Währung zu einem legalen Zahlungsmittel macht. Die damit verbundene staatliche Regulierung soll die Nutzer vor kriminellem Missbrauch schützen und für mehr Transparenz und Kontrolle sorgen. Letztlich ist es das Ziel, das Vertrauen in das oft als "Hacker-Währung" verschriene Cyber-Geld zu stärken.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lightboxx / Shutterstock.com, VallaV / Shutterstock.com, Carlos Amarillo / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,11940,0041
0,37
Japanischer Yen124,49500,3950
0,32
Britische Pfund0,87970,0003
0,03
Schweizer Franken1,08530,0015
0,13
Russischer Rubel66,5485-0,2310
-0,35
Bitcoin2264,4199-36,6501
-1,59
Chinesischer Yuan7,65190,0305
0,40

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen wenig verändert -- Commerzbank erwartet Verlust im 2. Quartal -- Toshiba fliegt aus Japans Leitindex Nikkei 225 -- Allianz, AIB, Volkswagen im Fokus

Harley-Davidson prüft Kauf der Audi-Tochter Ducati. Tesla plant erstes Werk in China. RWE schüttet Sonderdividende an Aktionäre aus. Wechsel in der Infineon-Geschäftsführung. Verschärfte Golf-Krise bringt Katars Landeswährung zum Absturz. ZUMTOBEL mit Gewinnsprung und Umsatzrückgang.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
KW 25: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 25: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
Allianz840400
CommerzbankCBK100
Amazon.com Inc.906866
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW
Nordex AGA0D655
Siemens AG723610