25.09.2017 22:58
Bewerten
(4)

Wem gehören eigentlich die meisten Bitcoins?

Ungleiche Verteilung: Wem gehören eigentlich die meisten Bitcoins? | Nachricht | finanzen.net
Ungleiche Verteilung
DRUCKEN
Eine erste Studie belegt: Das Bitcoin-Vermögen ist genauso ungleich verteilt wie physisches Geld. Einem Bruchteil der Nutzer sollen mehr als 90 Prozent der Digitalmünzen gehören.
Digitalwährungen sind kaum mehr aufzuhalten. Die digitalen Münzen markieren ein Rekordhoch nach dem anderen. Erst kürzlich belief sich der Preis für ein Bitcoin auf 5.133 Dollar. Und trotz eines vorübergehenden Kurssturzes - ausgelöst durch das Handelsverbot vonseiten der chinesischen Behörden - erholte sich der Kurs rasant und stieg binnen weniger Stunden wieder um rund 21 Prozent. Ein attraktives Anlageprodukt also für diejenigen, die gerne in Devisen investieren. Doch kommt mit Bitcoin wirklich jeder so schnell an das große Geld?

Anzeige

Der Kauf von Bitcoin ist recht kompliziert und aufwändig.
» Hier können Sie ganz einfach Bitcoin kaufen und verkaufen

Einige wenige dominieren den Markt

Wie eine jüngste Studie zeigt, wohl nicht. Das Portal Howmuch.net hat untersucht, wie die digitalen Münzen innerhalb der Bitcoin-Community verteilt sind und ist zu dem Ergebnis bekommen, dass auch in der Welt der Digitalwährungen eine ungleiche Verteilung des Vermögens herrscht. Demzufolge befinden sich 96,5 Prozent aller Bitcoins in den Händen von gerade einmal 4,11 Prozent der Nutzer. Rund ein Prozent von ihnen verfügen sogar über die Hälfte der Digitalmünzen. Die restlichen 3,47 Prozent der Bitcoins sind auf die "übrigen" Konten der Nutzer verteilt, die ganze 95,89 Prozent der Community ausmachen.

Wie aussagekräftig ist die Studie?

Für die Studie hat man die Bitcoin-Marktkapitalisierung, die derzeit bei über 60 Milliarden Dollar liegt, als Ausgangspunkt genommen und untersucht, wie sie auf die Adressen verteilt ist. Wie genau die Ergebnisse der Studie tatsächlich der Realität entsprechen, lässt sich nicht sagen. Denn man ist davon ausgegangen, dass eine Adresse nur einem Nutzer gehört. Eine Blockchain-Adresse kann aber auch von mehreren Personen in Teams oder in Gesellschaften genutzt oder es können mehrere Adressen von einem Nutzer generiert werden. Da alle Transaktionen anonym über die Blockchain-Plattform verlaufen, können so gut wie keine genauen Angaben zu den Nutzern ausfindig gemacht werden.

Dienste wie Coinjoin stellten die Analysten vor eine weitere Herausforderung, da Transaktionen dort noch anonymer ausgeführt werden können. Auf diese Weise lässt sich nicht einmal die Herkunftsadresse einer Geldüberweisung nachvollziehen. Ähnliche Transaktionen werden beispielsweise zusammengelegt, so dass sich der Eindruck bildet, sie gingen von einem Konto aus, obwohl dies nicht der Fall ist. Zudem erschwerten auch Bitcoin-Cash-Anteile eine genaue Untersuchung der Vermögensverteilung. Die neue Währung existiert seit August dieses Jahres und entstand durch eine Abspaltung von dem Bitcoin-Netzwerk.

Digitalwährungen - beliebter denn je

Nichtsdestotrotz sind Digitalwährungen beliebter denn je. Obwohl Experten schon seit geraumer Zeit vor einer Spekulationsblase warnen, steigen die Kurse von Digitalwährungen, allen voran des Bitcoin, stetig an. Misstrauen gegenüber Finanzinstitutionen, Niedrigzinsen sowie mögliche Zwangsabgaben auf große Vermögen sind nur einige Gründe, die Menschen dazu veranlassen, in digitale Devisen zu investieren.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: 3Dsculptor / Shutterstock.com, mk1one / Shutterstock.com, gualtiero boffi / Shutterstock.com, vonDUCK / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,18290,0037
0,31
Japanischer Yen132,9750-0,2150
-0,16
Pfundkurs0,89810,0051
0,57
Schweizer Franken1,1540-0,0027
-0,23
Russischer Rubel68,15920,4516
0,67
Bitcoin4794,779868,3999
1,45
Chinesischer Yuan7,83020,0147
0,19

Heute im Fokus

Katalonien-Krise drückt DAX ins Minus -- Warum die Bitcoin Group-Aktie weiter steigt -- SAP hebt Ausblick an -- Varta-IPO: Börsengang erfolgreich -- eBay, American Express, Unilever im Fokus

Wirbelstürme zerfleddern Gewinn von US-Versicherer Travelers. Air Berlin: Bund fordert Lufthansa-Engagement in Transfergesellschaft. KION-Aktie tiefrot: Prognosesenkung wegen schwacher Nachfrage bei Großprojekten. Whiskey-Absatz beschert Pernod Ricard guten Start ins Jahr.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Vier Gewinneraktien der Autorevolution

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt wurde deutlich: Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Alle großen Automobilhersteller stellen ihre Produktionslinien um. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche vier Aktien durch autonomes Fahren und Elektromobilität auf der Gewinnerseite stehen könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Siebenstelliges Jahresgehalt
In diesen Bundesländern leben die Bestverdiener

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
GeelyA0CACX
Millennial Lithium CorpA2AMUE
Varta AGA0TGJ5
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
Infineon AG623100
Amazon906866
E.ON SEENAG99
SAP SE716460