18.02.2013 16:00
Bewerten
 (0)

Erster großer Anbieter distanziert sich von klassischen Lebensversicherungen

Zurich Deutscher Herold
Erstmals verabschiedet sich ein großer Anbieter weitgehend aus dem Geschäft mit traditionellen Lebensversicherungen.
€uro am Sonntag

„Wir haben den Verkauf unserer hauseigenen klassischen Policen zu Jahresbeginn eingestellt“, sagte Marcus Nagel, Vorstandschef der Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung, der Wirtschaftszeitschrift €uro am Sonntag.

Das Unternehmen liegt auf Platz fünf der Branche. Kapitallebens- und private Rentenversicherungen traditioneller Art bieten einen garantierten Zins auf den sogenannten Sparanteil, also Prämien minus Kosten. Diese Garantien belasten die Versicherer zunehmend, weshalb breit über Alternativen diskutiert wird.

Nach Nagels Angaben offeriert die Zurich klassische Policen nur noch im Konsortium mit vier anderen Anbietern. Der Manager begründet dies mit der Erwartung, dass die Zinsen an den Kapitalmärkten langfristig niedrig bleiben. „In den nächsten zehn Jahren gehen wir davon aus, dass für eine langfristige Vorsorge eine Investition in ein breit gestreutes Aktienportfolio eine bessere Absicherung bietet.“

Bei traditionellen Policen müssen die Investments überwiegend in verzinslichen Papieren stecken. Zurich Deutscher Herold setzt laut Nagel stattdessen auf fondsgebundene Policen ohne Garantiezins, die einen hohen Aktienanteil haben können. Hier ist das Unternehmen bereits der Marktführer in Deutschland.

Bildquellen: istock/shippee
Artikel empfehlen?
  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ
  • Rechtsschutz
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Heute im Fokus

DAX baut Verluste aus - TecDAX dreht ins Minus -- adidas-Aktie bester DAX-Wert - Gerüchte um Reebok-Verkauf -- SAP mit Gewinnwarnung -- METRO, Philips, Munich Re im Fokus

Französische Oddo übernimmt Handelshaus Seydler von Close Brothers. Sparkassen interessiert an Apples iPhone-Bezahldienst. Piloten weiten Streik bei Lufthansa aus. Skandale erschüttern Japans Regierung. Lufthansa-Piloten streiken Montag und Dienstag. Investoren wollen Reebok von adidas kaufen. Kreise: IBM wird verlustbringende Chipsparte los. Moody's senkt Daumen für Russland. Aareal Bank schließt Übernahmen nicht aus. Karstadt bekommt neuen Chef und steht vor drastischen Einschnitten.
Wo tankt man am teuersten?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

In welchem Land findet man die höchsten Strompreise?

Umfrage

AfD-Vorsitzender Bernd Lucke legt Frankreich angesichts seiner Probleme einen Austritt aus dem Euro nahe. Was halten Sie von dieser Aufforderung?

Anzeige