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13.12.2012 07:59

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ERDGAS UND GOLD

US-Erdgas: Wetterbedingter Kurssturz



US-Erdgas: Wetterbedingter Kurssturz
In weiten Teilen der USA geht es mit den Temperaturen nach oben und mit dem Gaspreis nach unten. Letzterer notiert mittlerweile näher an seinen Jahrestiefs als an seinen –hochs.

von Jörg Bernhard

Am Nachmittag wird der wöchentliche Erdgas-Bericht des US-Energieministeriums zeigen, wie sich das ungewöhnlich warme Winterwetter auf die gelagerten Gasmengen ausgewirkt hat. Im vergangenen Jahr gab es zum vergleichbaren Zeitpunkt ein Rückgang um 79 Milliarden Kubikfuß zu vermelden. Der Fünfjahresdurchschnitt lag sogar bei 113 Milliarden Kubikfuß. An einen solch starken Lagerabbau ist in diesem Jahr nicht zu denken.
Nach fünf schwachen Tagen in Folge startete der Gaspreis im frühen Donnerstagshandel mit leicht nachgebenden Notierungen. Mit einer 20-Tage-Volatilität von 37 Prozent übertrifft er die vergleichbare Risikokennzahl von Brent- und WTI-Rohöl um 20 bzw. 16 Prozentpunkte. Charttechnische Timingindikatoren wie der Relative-Stärke-Index sinkt mit Riesenschritten in Richtung der Marke von 30 Prozent. Ab diesem Punkt gilt ein Basiswert als überverkauft. Ein diesbezügliches Kaufsignal würde aber erst entstehen, wenn die Hürde von 30 Prozent von unten nach oben überwunden wird. Dies steht derzeit jedoch nicht zur Debatte.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Gaspreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,014 auf 3,368 Dollar pro mmBtu.

Gold: Nach Fed-Statement schwächer

Nach den diversen Fed-Statements ging es am Mittwochabend mit den meisten Rohstoffen, darunter auch Gold, signifikant bergab. Die Ausdehnung der Anleihenkäufe auf 45 Milliarden Dollar pro Monat war an den Märkten erwartet worden und somit bereits eingepreist. Sorgen bereiten wieder einmal die Probleme mit der „Fiskalklippe“. Die Chancen auf eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten vor den Weihnachtsfeiertagen scheinen zu schwinden. Der republikanische Verhandlungsführer John Boehner meinte „man habe einige ernste Differenzen“.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 18,50 auf 1.699,40 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: iStock

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