20.04.2013 15:00
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COT-Report: Goldspekulanten auf dem Rückzug

Goldpreis
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies bei Gold – trotz eines massiven Preisrückschlags – nur einen leicht nachgebenden Optimismus unter den spekulativen Marktakteuren aus.
von Jörg Bernhard

Die Anzahl offener Kontrakte, der sogenannte Open Interest, war ebenfalls von einer leicht rückläufigen Tendenz gekennzeichnet. Sie ermäßigte sich in der Zeit vom 9. bis 16. April von 416.513 auf 413.083 Kontrakte. Mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es insgesamt etwas bergab, und zwar von 143.802 auf 141.929 Kontrakte (-1,3 Prozent). Doch ein genaueres Hinschauen fördert Erstaunliches zu Tage. Während bei den Großspekulanten (Non-Commercials) die Netto-Long-Position von 119.359 auf 128.882 Futures (+8,0 Prozent) anzog, gab es bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) einen regelrechten Einbruch von 24.443 auf 13.047 Kontrakte (-46,6 Prozent) zu beobachten. Offensichtlich haben Investoren, die „das ganz große Rad drehen“, ihren Ausstieg abgeschlossen. Bei Kleinanlegern scheint dies hingegen noch nicht der Fall zu sein.

Goldpreis: Massiver Ausverkauf überstanden

In den vergangenen 30 Jahren war ein ähnlich rasanter Kursverfall beim Goldpreis noch nie beobachtet worden. Minus 15,5 Prozent in nur drei Tagen verpasste dem Nimbus als sicherer Hafen tiefe Kratzer. Während die Nachfrage bei Goldbarren und –münzen wieder anzieht, ist an den Terminmärkten und bei ETF-Investoren die Abgabebereitschaft weiterhin relativ hoch. Vor dem Wochenende gelang dem Goldpreis, die Marke von 1.400 Dollar zu zurückzuerobern, summa summarum erlitt das Edelmetall dennoch einen Wochenverlust in Höhe von sieben Prozent. Aus charttechnischer Sicht richten sich beim Blick nach unten alle Augen auf die Unterstützungszone im Bereich von 1.350 Dollar. Das erfolgreiche Verteidigen dieser Marke genießt nun höchste Priorität.

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock.com
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Gold und RohölGold: Alarmstufe "Rot"Die relativ schwache Tendenz des Goldpreises setzte sich im frühen Freitagshandel fort und brachte das Edelmetall in den charttechnischen Gefahrenbereich.
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