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31.10.2012 17:00

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von Marc Hofmann, €uro am Sonntag

INDUSTRIEMETALLE

Kupfer: Ende des Superzyklus?



40 % der weltweiten Kupferproduktion landet in China
Rohstoffe: Die Produktion der Kupferminen zieht an. Gleichzeitig verlangsamt sich das Wachstum Chinas. Diese Kombination bringt die Preise des roten Metalls ­unter Druck.

von Marc Hofmann, Euro am Sonntag

Getrieben vom Rohstoffhunger Chinas stieg der Kupferpreis in den vergangenen zehn Jahren nahezu stetig. Experten sprachen daher von einem Superzyklus. Doch mittlerweile mehren sich die Zeichen, dass der Boom nun dem Ende entgegenläuft. „Die Wirtschaft der Volksrepublik schwächelt, während die Fördermenge der Minen steigt“, sagt etwa David Liley, Vorstand des Metallhandelshauses Red Kite.

China verbraucht heutzutage rund 40 Prozent der globalen Kup­ferproduktion. Zuletzt war der Kupferbedarf des Landes um 30 Prozent pro Jahr gestiegen. Doch die Zeiten des ungezügelten, von starker Bautätigkeit geprägten Wachstums scheinen vorbei. Asien-Experten wie Jim O’Neill von Goldman Sachs rechnen künftig statt mit zweistelligen Wachstumsraten „nur“ mehr mit sechs bis sieben Prozent Plus pro Jahr. Während der Kupferverbrauch in China also sinken dürfte, steigt die Produktion der Minen. Diese haben in den vergangenen Jahren viel investiert, um ihre Förderkapazitäten zu erhöhen. Dies trägt nun Früchte.

So wird allein dieses Jahr die globale Kupferproduktion um 6,4 Prozent steigen. Für 2013 geht daher die International Copper Study Group von einem Kupferüberangebot in Höhe von 458.000 Tonnen aus. Das übt mittelfristig Druck auf den Preis aus. Bereits seit Mitte September verlor das Metall 7,2 Prozent auf rund 7.860 US-Dollar je Tonne.

Wer daher auf fallende Preise spekulieren möchte, kann zum Beispiel einen Knock-out-Put der DZ Bank (ISIN: DE 000 DZ4 71U 8) kaufen. Aktuell beträgt der Abstand zur Verfallsgrenze (K.-o.-Schwelle) 22,4, der Hebel 4,3 Prozent.

Bildquellen: kotomiti / Shutterstock.com

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