07.06.2013 17:00
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Kaffee: Billiges Koffein

Kaffee: Billiges Koffein
Massiver Preisrutsch
Rekordernten in Brasilien drücken den Preis für Arabica-Bohnen auf den niedrigsten Stand seit Herbst 2009.
€uro am Sonntag

von Andreas Höß, Euro am Sonntag

Der Kaffeepreis ist auf den tiefsten Stand seit September 2009 gefallen. Juli-Terminkontrakte für ein Pfund Arabica-Bohnen kosten an der Börse New York nur noch 1,25 US-Dollar. Insgesamt gab der Kaffeepreis in den vergangenen beiden Wochen um zwölf Prozent nach. Verantwortlich für den Preisrückgang sind Rekordernten in Brasilien, dem größten Kaffeeproduzenten der Welt. In der laufenden Erntesaison sollen dort 57,8 Millionen Säcke (ein Sack = 60 Kilogramm) Kaffeebohnen gepflückt werden, erwartet der Branchendienst Volcafe.

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Obwohl viele Pflanzen in mittelamerikanischen Staaten wie Guatemala von Kaffeerost befallen sind, führt Brasiliens Superernte weltweit zu einem Überangebot. „Sowohl aus fundamentaler als auch aus technischer Sicht schließen wir einen weiteren Preisverfall nicht aus“, so Analystin Andrea Thompson von Coffee Network. Davon würden ETCs wie das Daily Short Coffee von ETF Securities (ISIN: DE 000 A0V 9XU 0) profitieren. Spürbar sind die niedrigen Preise auch für die großen Kaffeeverarbeiter. Seit Frühjahr 2011 hat sich der Kaffeepreis von rund drei US-Dollar je Pfund auf 1,25 US-Dollar mehr als halbiert. Im selben Zeitraum legte der Kurs der Kaffeekette Starbucks (US 855 244 109 4) von 37 auf rund 64  US-Dollar zu und notiert im Moment auf einem Allzeithoch.

Auch die Aktie des Rösters Green Mountain Coffee (US 393 122 106 9) hat zuletzt wieder von den sinkenden Rohstoffpreisen profitiert. Sie stieg seit Sommer 2012 um mehr als 300 Prozent auf rund 75 Dollar. Von ihrem Allzeithoch aus dem Herbst 2011 (111,62 Dollar) ist sie jedoch noch weit entfernt. 

Bildquellen: Andrey Armyagov / Shutterstock.com, Valentyn Volkov / Shutterstock.com
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