10.04.2013 15:59

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PREISPROGNOSE GESENKT

Goldman Sachs sieht Goldpreis kräftig sinken


Für Gold-Anhänger kommt es immer dicker: Nachdem bereits die französische Großbank Societe Generale das Ende der Gold-Ära ausgerufen hat, legt der US-Finanzriese Goldman Sachs nach.

Nach zwölfjähriger Rallye dürfte der Preisverfall Fahrt aufnehmen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse der Investmentbank. Die Goldman-Experten senkten ihre Prognosen deutlich. Grund sei unter anderem die Erholung der US-Wirtschaft.

    Auf Sicht der kommenden drei Monate reduzierten die Goldman Sachs-Fachleute ihre Preisprognose für eine Feinunze Gold (etwa 31 Gramm) von 1.615 US-Dollar auf nunmehr 1.530 Dollar. Mit Blick auf die kommenden sechs Monate rechnen sie mit einem Rückgang des Goldpreises auf 1.490 Dollar, nachdem zuletzt ein Preis von 1.600 Dollar erwartet worden vor. Die Prognose für zwölf Monate senkte die Bank von zuvor 1.550 Dollar auf 1.390 Dollar.

    Trotz der steigenden Risikoaversion der Anleger vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in der Euro-Schuldenkrise und teilweise auch enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA habe sich der Goldpreis in den vergangenen Monaten mehr oder weniger kaum verändert gezeigt, schrieben die Goldman-Sachs-Experten. Zwar könnte eine höhere Inflation künftig wieder für einen steigenden Goldpreis sorgen, allerdings dürfte dies noch einige Jahre dauern.

    Seit Beginn des Jahren fiel der Goldpreis etwa vier Prozent zurück auf zuletzt 1.578,36 Dollar. Die Konjunkturerholung in den USA habe eine weitere Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank zur Ankurbelung der US-Konjunktur unwahrscheinlicher gemacht. Dies habe die Sorge vor einer zu hohen Inflation gedämpft, erklärten Experten den Preisrückgang.

    Zuletzt hatte die französische Großbank Societe Generale vor einer Preisblase am Goldmarkt gewarnt. Nachdem der Preis für das gelbe Edelmetall zwölf Jahre in Folge gestiegen sei, dürfte die Rally nun einem "Bärenmarkt" weichen, so die Experten der Societe Generale. Am Dienstag hatte US-Großinvestor George Soros der "China Morning Post" gesagt, dass Gold nicht länger als "sicherer Hafen" tauge./jkr/hbr

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Brian A. Jackson / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

herbertgoergens schrieb:
Wertung: 1/5

11.04.2013 14:24:00

Bald kapieren auch die dümmsten Zocker, dass Papiergold nichts Wert ist weil es für den Krisenfall nichts taugt. Siehe AMRO! Dem Goldpreis schadet das aber nur kurzfristig. Ich kauf weiter bei dem Schnäppchenpreis. Wenn Papiergold endlich verschwunden ist sehen wir goldenen Zeiten entgegen.

Der Wirtschaftsproph schrieb:
11.04.2013 13:05:08

Die Spielchen von Goldman Sachs kennt man ja schon. Falsche Fährten setzen, um selbst den Gewinn abzuschöpfen. Aussagen wie diese verunsichern viele und lassen den Goldpreis manipulativ fallen, Dann kauf Goldman Sachs und Co. und letztendlich steigt der Goldpreis gewaltig an!

Seckendhand schrieb:
11.04.2013 10:13:48

Na logisch! Wenn Zypern gezwungen wird, seine Goldreserven zu Lumpenpreisen zu verhökern? Einfach widerlich, wie hier ein kleines Volk ohne Skrupel und ohne einen einzigen Schuss bis zur Unkenntlichkeit ruiniert wird!

böser Onkel schrieb:
Wertung: 5/5

10.04.2013 20:48:04

Gold fällt? Mir kann das nur recht sein, blöd nur für Spekulanten. Ich bin Anleger und möchte meine Schäfchen in Sicherheit wissen. Je tiefer der Goldpreis desto mehr Gold!

eddykus schrieb:
Wertung: 1/5

10.04.2013 19:15:47

die Experten der Societe Generale sollen mal sehen das ihr Haus auf die Reihe bekommen sonst explodiert noch die Badbank und Goldman hat sich schon 2008 ne diamantene Nase verdient-die Notenbanken kaufen Gold noch und noch-da muss der Preis ja fallen für die Zittrigen-

Seite: 12
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