03.12.2012 10:27

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VERMÖGENSVERWALTER-KOLUMNE

Gold: 1000 Dollar sind genug


Gold ist derzeit gefragt. Gründe dafür gibt es viele, allerdings nur wenige stichhaltige. Vor allem ist Gold gefragt, weil es über Jahre gestiegen ist.

von Uwe Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Vermögensverwaltung Meridio AG, Köln

Weiter wird es aber nicht gehen, der Preis hat bereits den Rückwärtsgang eingelegt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg. Denn der Goldpreis wird in den kommenden Jahren auf 1.000 Dollar je Unze fallen.

Vor elf Jahren kostete die Unze Gold 270 US-Dollar. Glückliche Menschen kauften zu diesem Preis, denn sie konnten sich in den folgenden Jahren über einen Anstieg auf 1.900 US-Dollar je Unze freuen. Damit war Gold eines der besten Investments – außer Apple vielleicht. Damals hieß es übrigens: mit Gold lässt sich nichts verdienen, Gold kostet nur in der Aufbewahrung, es verdient keine Zinsen. Heute gehört Gold in jede Asset Allokation, jede Bank empfiehlt es und die Fondsgesellschaften legen Gold-Fonds und -ETFs auf als gäbe es nichts anderes.

Warum eigentlich? Die Argumente sind ja bekannt: die Zinsen sind niedrig, es gibt also mit Festgeld nichts zu verdienen, genau wie mit Staatsanleihen. Gold gilt als Inflationsschutz, als letzte Sicherheit, wenn auch deutsche Bundesanleihen nicht mehr sicher sind. Dass die Notenbanken die Märkte mit Geld fluten trägt ebenfalls zu einem steigenden Preis bei, wohin soll man denn sonst mit dem ganzen Baren? Wenn dann außerdem die Nachfrage mittlerweile so hoch ist, dass die Jahresproduktion sie nicht decken kann, dann muss es ja aufwärts gehen. Es sieht also so aus, als müsste Gold ewig weiter steigen.

Kann das sein? Es ist doch zu schön, um wahr zu sein – oder zu bleiben. Wenn alle einen Markt ganz großartig finden, stürzt er in der Regel kurz darauf ab. Die Hausfrauenhausse ist vom Neuen Markt noch ein Begriff, oder? Vielleicht sollte man stutzig werden, wenn Wertgegenstände in Automaten angeboten werden. So geschehen mit Gold.

Wenn sich also sehr viele sehr sicher sind, dass es mit dem Gold nur weiter aufwärts gehen kann, ist der Höhepunkt erreicht. Alle Faktoren werden positiv interpretiert, die Stimmung ist positiv – aber das wird bald enden. Denn was soll jetzt noch an positiven Nachrichten kommen?

Denken Sie an den Rohölpreis. Bis 2008 schrieben alle, dass es immer nur weiter aufwärts gehen könnte. Die Produktion hielte mit der Nachfrage nicht Schritt, neue Vorkommen seinen nur schwer zu erschließen. Und was war? Es zeigte sich, dass letztlich einige große Spieler den Markt nach oben gezogen hatten. Als sie ausstiegen, ging es steil abwärts. Das ist die Blaupause für den Goldpreis.

Und es hat bereits begonnen, allen Durchhalteparolen zum Trotz: seit einem Jahr konnte Gold unterm Strich nicht mehr zulegen. Vielleicht zuckt der Preis noch mal auf, dann aber geht es abwärts. Was sollten Anleger tun? Positionen absichern. Das Kursziel läuft in 100er-Schritten nach unten, zunächst auf die 1.500 Dollar, dann Richtung 1.000 Dollar und das über das gesamte Jahr 2013. Denn eines ist auch klar: Gold wird gefördert aber nicht verbraucht. Wenn große Marktteilnehmer verkaufen, bricht der Preis ein. Wie beim Öl.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Kommentare zu diesem Artikel

Diamantprofis schrieb:
05.12.2012 09:44:15

Werte Kaffeesatzleser, es ist immer wieder interessant, wie man versucht Hypothesen aufzustellen! Die Geschichte des Goldes ist 5000 Jahre alt und hat immer seine Wertigkeit behalten. Das Zauberwort seit 2008 heisst nicht mehr Rendite, sondern vielmehr Wertsicherung! Gold und Diamanten!

yavuzdogan schrieb:
04.12.2012 13:31:25

Alleine die Neuerschließungskosten für eine Unze Gold liegen aktuell bei ca. 1200-1500 Dollar. Wie soll dann bitte der Goldpreis auf 1000 Dollar fallen.

yavuzdogan schrieb:
04.12.2012 13:27:56

Selten so einen Schwachsinn gelesen.

Der Goldpreis steigt nicht, das Papiergeld verliert nur an Wert so sieht es aus.

Es gibt rein gar nichts, was darauf hindeutet, dass die Geldmengenausweitung in Zukunft zurückgefahren wird. Von der politischen Umsetzbarkeit mal ganz zu schweigen.

bruehlsax schrieb:
03.12.2012 22:23:34

Ja, vielleicht wird es für die staatskonformen Analysten Zeit, sich massiv gegen Gold auszusprechen, weil es immer brenzliger wird mit dem Finanzsystem und keiner mehr Papier will. Es ist nicht die Frage, ob der Goldpreis nur 1T D. sein wird, sondern was Dollar und Euro überhaupt wert sein werden!

apophis2012 schrieb:
03.12.2012 20:32:28

Es gibt tausenfach Quellen zum Goldbesitz und Golderwerb. Hat dieser Mensch nur einfach keine Ahnung oder will er uns locken... . HERBERTGOERGENS sagt alles andere recht treffend.

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