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07.02.2013 13:49

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ALLZEITTIEF BLEIBT BESTEHEN

EZB lässt Leitzins auf 0,75 Prozent


Der Rat der Europäischen Zentralbank hat die Leitzinsen für den Euroraum unverändert gelassen.

Nach Mitteilung der EZB bleibt der Hauptrefinanzierungssatz auf seinem Allzeittief von 0,75 Prozent, wo er seit Juli 2012 steht. Auch der Spitzenrefinanzierungssatz und der Satz für Bankeinlagen bei der EZB blieben unverändert bei 1,50 und null Prozent. Die 50 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten geschlossen unveränderte Leitzinsen prognostiziert.

   Auch für die nächsten acht Monate erwarten Beobachter überwiegend unveränderte Leitzinsen. Das liegt zum einen daran, dass die Inflation eingedämmt scheint und es andererseits Anzeichen für eine Stabilisierung der Wachstumsaussichten gibt. Außerdem geht die EZB derzeit davon aus, dass Leitzinsänderungen nicht in allen Teilen des Euroraums ankommen. Das macht eine weitere geldpolitische Lockerung aus ihrer Sicht wirkungslos.

   Darüber hinaus wird das Niveau der Kreditzinsen im Euroraum maßgeblich von der sehr reichlichen Liquiditätsversorgung der Banken bestimmt. Die Institute können sich bei der EZB quasi nach Wunsch Geld leihen. Zuletzt haben sie die Liquidität im Finanzsystem aus freien Stücken zurückgeführt, als sie nach einem Jahr knapp 140 Milliarden Euro an die EZB zurückzahlten, die eigentlich erst in zwei Jahren fällig geworden wären.

   EZB-Präsident Mario Draghi wird den Zinsbeschluss in einer gegen 14.30 Uhr beginnenden Pressekonferenz erläutern. Beobachter erwarten, dass er dabei Fragen zur Stärke des Euro und den Vorgängen bei der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena gestellt bekommen wird.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com DJG/hab/apo Dow Jones Newswires Von Hans Bentzien

Bildquellen: Petronilo G. Dangoy Jr. / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

khaproperty schrieb:
07.02.2013 16:00:22

In der tat trifft die Erkenntnis zu, wonach Handlungen der EZB wirkungslos bleiben für die Eurozone. Nur einige Banken profitieren von der wütenden Gelddruckerei während Drittstaaten, BRICS etwa, von dieser Geldschwemme ersäuft werden und Devisenzwangsbewirtschaftung gegen Euro, Dollar u.a. planen.

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