Die Forwardkurven sind in diesem Zusammenhang ein Hilfsmittel, um - basierend auf aktuellen Preisen - die zukünftige Preisentwicklung zu ermitteln. Die Form einer Terminpreiskurve wird dabei hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Je weiter ein Zeitpunkt in der Zukunft liegt, umso höher liegen die voraussichtlichen Lagerkosten. Darüber hinaus wirken Produktionskosten, Zinskosten, aber auch Wetterbedingungen auf den Futures-Preis und damit auf die Entwicklung der Forward Curves ein.
Die Laufzeit von Futures ist per se zeitlich begrenzt. Anleger sind also gezwungen, ihre Futureskontrakte während der Laufzeit zu tauschen (auch „rollen“ genannt).
Dafür sind Forward Curves ein idealer Hinweisgeber. In diesem Zusammenhang sind grundsätzlich zwei Szenarien denkbar:
- Zeigt die Terminpreiskurve einen Anstieg, sind also zukünftige Rohstoff-Kontrakte teurer zu haben als zum aktuellen Zeitpunkt, spricht man von Contango. Dem Anleger entstehen dabei Kosten, da er seinen aktuellen Future zu einem geringeren Preis verkauft, als er in einen zukünftigen Future investieren muss.
- Zeigt die Terminpreiskurve einen Abfall, sind also zukünftige Rohstoff-Kontrakte zu einem niedrigeren Preis zu haben als zum aktuellen Zeitpunkt, spricht man von Backwardation. Anleger erwirtschaften in diesem Fall einen Ertrag.
| Forward Curves Edelmetalle | Forward Curves Energierohstoffe |
| Forward Curves Industriemetalle | Forward Curves Agrar-Rohstoffe |


