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El Niño und Rohstoffe: Wenn das Wetter die Märkte bewegt

Wetterphänomene beeinflussen nicht nur den Alltag, sondern auch die globalen Finanzmärkte. Insbesondere El Niño kann durch veränderte Niederschlags- und Temperaturmuster erhebliche Auswirkungen auf die Produktion wichtiger Rohstoffe haben. Ernteausfälle, Lieferkettenprobleme und steigende Energienachfrage können dabei zu spürbaren Preisbewegungen an den Rohstoffmärkten führen. Anleger beobachten die Entwicklung deshalb genau, da sich daraus sowohl Risiken als auch Chancen ergeben können.

Bildquelle: Vontobel

Ein Klimaphänomen mit globalen Folgen

El Niño zählt zu den bedeutendsten Wetterphänomenen der Welt. Durch eine außergewöhnliche Erwärmung der Meeresoberflächen im tropischen Pazifik verändern sich Niederschlags- und Temperaturmuster rund um den Globus. Während Peru, Chile und Ecuador mit Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen kämpfen, leiden Panama, Indonesien und Teile Indiens unter Trockenheit und Wasserknappheit. Gleichzeitig erschweren niedrige Wasserstände am Panamakanal den globalen Schiffsverkehr und belasten internationale Lieferketten (The Market, 04.09.2026; FAZ, 16.09.2026).

Klimaforscher stufen den aktuellen El-Niño-Zyklus als außergewöhnlich stark ein. Bereits heute sind die Auswirkungen in zahlreichen Regionen spürbar. Während in Peru und Chile starke Regenfälle auftreten, kämpfen Länder wie Panama, Indien oder Indonesien mit Wasserknappheit und Trockenheit. Gleichzeitig sorgen sinkende Wasserstände am Panamakanal für Einschränkungen im weltweiten Schiffsverkehr. Die Folge sind längere Transportzeiten, höhere Frachtkosten und zusätzliche Belastungen für globale Lieferketten. Für Europa können solche Störungen steigende Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise bedeuten. Experten sehen insbesondere bei Agrarrohstoffen und Energieprodukten ein erhöhtes Risiko von Angebotsengpässen und Preisschwankungen (The Market, 04.09.2026; FAZ, 16.09.2026; Handelsblatt, 03.09.2026).

Kakao: Angebotsrisiken in Westafrika

Zu den größten Gewinnern unter den Agrarrohstoffen zählte zuletzt Kakao. Der Kakaopreis stieg im August um mehr als 20 Prozent, nachdem Sorgen über die Ernteentwicklung in Westafrika zunahmen (Handelsblatt, 03.09.2026).

Vor allem Ghana, der zweitgrößte Kakaoproduzent der Welt, sieht sich mit schwierigen Produktionsbedingungen konfrontiert. Gleichzeitig erhöhten starke Niederschläge in der Elfenbeinküste das Risiko von Pflanzenkrankheiten. Da beide Länder gemeinsam den Großteil der weltweiten Kakaoversorgung stellen, reagieren die Märkte besonders empfindlich auf negative Ernteprognosen (Handelsblatt, 03.09.2026).

Sollten die Wetterbedingungen weiterhin ungünstig bleiben, könnten Angebotssorgen den Markt auch in den kommenden Monaten begleiten. Dennoch sollten Anleger berücksichtigen, dass Rohstoffpreise grundsätzlich hohen Schwankungen unterliegen und zahlreiche weitere Einflussfaktoren eine Rolle spielen (Handelsblatt, 03.09.2026).

Zucker: El Niño belastet die Produktion

Auch Zucker gehört zu den Rohstoffen, die besonders stark auf El Niño reagieren können. Wichtige Produktionsländer wie Indien, Thailand, Australien und Brasilien sind regelmäßig von den Auswirkungen veränderter Wetterbedingungen betroffen (Handelsblatt, 03.09.2026; The Market, 04.09.2026).

Besonders aufmerksam verfolgen Händler derzeit die Entwicklung in Indien. Schwächere Monsunregenfälle könnten die Zuckerproduktion beeinträchtigen. Gleichzeitig musste das Land ungewöhnliche Maßnahmen ergreifen und die Importmöglichkeiten ausweiten, um die heimische Versorgung abzusichern (Handelsblatt, 03.09.2026).

Auch in Brasilien zeigt sich bereits ein weiterer Einflussfaktor. Mit steigenden Energiepreisen wird die Produktion von Ethanol aus Zuckerrohr attraktiver. Dadurch kann weniger Zucker auf den Markt gelangen, was das Angebot zusätzlich verknappen könnte. Die Kombination aus wetterbedingten Risiken und strukturellen Angebotsfaktoren macht Zucker derzeit zu einem der am intensivsten beobachteten Agrarrohstoffe (Handelsblatt, 03.09.2026).

TTF-Gas: Geopolitik trifft Wetterrisiken

Neben Agrarrohstoffen steht auch der Energiemarkt im Fokus. Besonders der europäische TTF-Gaspreis verzeichnete zuletzt deutliche Preissprünge (Handelsblatt, 03.09.2026).

Hier spielen allerdings nicht nur klimatische Faktoren eine Rolle. Vielmehr treffen Wetterrisiken auf geopolitische Unsicherheiten. Sorgen über die europäische Gasversorgung, niedrigere Speicherstände und Einschränkungen bei LNG-Lieferungen haben den Markt belastet (Handelsblatt, 03.09.2026).

Gleichzeitig kann ein starker El Niño den globalen Energieverbrauch und die Energieproduktion beeinflussen. Extreme Temperaturen erhöhen beispielsweise den Strombedarf für Kühlung, während Dürren die Stromerzeugung aus Wasserkraft beeinträchtigen können. Dadurch entsteht zusätzlicher Druck auf die Energiemärkte (FAZ, 16.09.2026; The Market, 04.09.2026).

Diversifiziert in Rohstoffe investieren

Für Anleger, die nicht auf einzelne Rohstoffe setzen möchten, bieten der Bloomberg Commodity Index sowie das Strategische Zertifikat auf den PP RM Dynamic Commodity Index die Möglichkeit, an der Entwicklung verschiedener Rohstoffsegmente zu partizipieren. Durch die breite Streuung über Energie-, Metall- und Agrarrohstoffe wird das Risiko einzelner Märkte reduziert.

Der Index bündelt verschiedene Rohstoffsegmente, darunter Energie, Edelmetalle, Industriemetalle und Agrarrohstoffe. Dadurch können Investoren an der Entwicklung des gesamten Rohstoffmarktes partizipieren und sind nicht ausschließlich von Zucker, Kakao oder Erdgas abhängig.

Gerade in Phasen erhöhter Unsicherheit können breit diversifizierte Rohstoffindizes von steigenden Rohstoffpreisen profitieren. Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass sich die Erwartungen auch nicht erfüllen könnten. Entspannen sich geopolitische Konflikte, fallen Ernten besser aus als erwartet oder schwächt sich die globale Nachfrage ab, können Rohstoffpreise wieder unter Druck geraten. Dies könnte sich negativ auf die Wertentwicklung entsprechender Indizes und Anlageprodukte auswirken.

El Niño könnte Rohstoffe weiter unterstützen

Der aktuelle El-Niño-Zyklus entwickelt sich zu einem wichtigen Einflussfaktor für die Weltwirtschaft. Wetterextreme, gestörte Lieferketten und mögliche Ernteausfälle haben bereits zu deutlichen Preisbewegungen bei Rohstoffen wie Kakao und Zucker geführt. Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen für zusätzlichen Druck auf den Energiesektor und den europäischen Gasmarkt (FAZ, 16.09.2026; The Market, 04.09.2026; Handelsblatt, 03.09.2026).

Vor diesem Hintergrund könnten Rohstoffe auch in den kommenden Quartalen verstärkt im Fokus der Anleger stehen. Wer nicht auf die Entwicklung einzelner Märkte setzen möchte, findet im Bloomberg Commodity Index einen breit diversifizierten Zugang zu einem Marktsegment, das von steigender Volatilität, knapperen Angeboten und langfristigen globalen Trends profitieren könnte. Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass sich die aktuell preistreibenden Faktoren auch wieder abschwächen können. Eine Entspannung geopolitischer Konflikte, bessere Ernteergebnisse als erwartet oder eine nachlassende globale Rohstoffnachfrage könnten zu sinkenden Rohstoffpreisen und damit zu einer schwächeren Wertentwicklung entsprechender Anlagen führen. Auch eine breite Diversifikation kann Verluste nicht vollständig ausschließen.

Anleger, die gezielt auf Preisbewegungen einzelner Rohstoffe setzen möchten, können dies auch über Hebelprodukte tun. Vontobel bietet Hebelprodukte auf eine Vielzahl von Rohstoffen an und ermöglicht damit sowohl die Partizipation an steigenden als auch an fallenden Kursen. Mit Long-Produkten können Anleger auf steigende Rohstoffpreise setzen, während Short-Produkte die Möglichkeit bieten, von fallenden Kursen zu profitieren. Durch den Hebeleffekt können bereits vergleichsweise kleine Preisbewegungen des Basiswerts zu überproportionalen Gewinnen, aber auch zu entsprechend höheren Verlusten führen. Hebelprodukte eignen sich daher insbesondere für erfahrene Anleger, die kurzfristige Marktbewegungen gezielt nutzen möchten.

Risikohinweis: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Das Angebot wird laufend aktualisiert. Weitere Rohstoff-Basiswerte, aktuelle Produktkonditionen sowie Long- und Short-Produkte finden Sie in unserer Produktübersicht unter folgendem Link:

Strukturierte Wertpapiere im Überblick – Vontobel Markets

Wichtige Risiken:

Emittenten- / Bonitätsrisiko:

Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie – beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen – nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Erhöhtes Verlustrisiko:

Wegen der Hebelwirkung besteht bei Hebelprodukten, wie z.B. bei den hierin genannten Turbo-Optionsscheinen und Mini Futures, ein erhöhtes Verlustrisiko (Totalverlustrisiko).

Marktrisiko / Preisänderungsrisiko:

Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Marktrisiko:

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Währungsrisiko:

Da die Währung des als Basiswert zugrundeliegenden Index nicht Euro ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in anderen Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.

Besondere Risiken von Hebelprodukten:

Hebelprodukte sind komplexe Finanzinstrumente. Aufgrund der Hebelwirkung können Gewinne und Verluste überproportional ausfallen. Bei Knock-Out-Produkten kann bereits eine kurzfristige Marktbewegung zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter https://prospectus.vontobel.com/ veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

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