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STOXX Europe 600-ETFs im Vergleich

STOXX Europe 600-ETF: Vor- und Nachteile, Unterschiede und die besten Fonds

ETFs auf den STOXX Europe 600 sind nicht nur in Europa besonders beliebt. Denn Sie investieren mit einem ETF in die 600 größten Unternehmen Europas. Doch was müssen Sie als Anleger bei der Auswahl beachten, was unterscheidet einen STOXX Europe 600-ETF von anderen? Die Antworten gibt’s in diesem Artikel. Außerdem finden Sie hier auch die besten ETFs in einer Übersicht. Direkt zu Beginn gibt’s aber erstmal das Wichtigste in Kürze sowie unsere spannenden Tipps und Empfehlungen!

STOXX Europe 600-ETF – das Wichtigste in Kürze

  • Ein STOXX Europe 600-ETF bildet den europäischen STOXX Europe 600-Index im Optimalfall 1:1 ab. Mit diesem ETF partizipieren Sie an Kursgewinnen und an Dividenden der im Index gelisteten Unternehmen.
  • Um einen STOXX Europe 600-ETF kaufen zu können, brauchen Sie ein Wertpapierdepot. Die besten Angebote finden Sie in unserem Online-Broker-Vergleich.
  • Wichtig: Wenn Sie einen ETF-Sparplan einrichten möchten, eignet sich ein einzelner ETF nicht dafür. Sie sollten weitere ETFs in Ihrem Depot haben, um das Risiko zu minimieren.
  • Ein klassischer thesaurierender Stoxx-Europe-600 ETF ist zum Beispiel der Xtrackers STOXX Europe 600 UCITS ETF 1C*, eine ausschüttende Alternative nach ESG-Kriterien ist der Amundi STOXX Europe 600 ESG II ETF*.
  • Anlegern, die ihr Kapital nicht in Einzel-ETFs anlegen wollen, empfehlen wir OSKAR2. Damit können Sie in ein ganzes Bündel von ETFs investieren.

Inhaltsverzeichnis

Die besten STOXX Europe 600-ETFs im Test

Unser Tipp: Anleger, die ihr Geld nicht in Einzel-ETFs anlegen wollen, sollten einen Blick auf OSKAR2 werfen. Mit dem Robo-Advisor investieren Sie gleich in ein ganzes Bündel von ETFs.

Im Folgenden erläutern wir Ihnen ausführlich, welche Vorteile ein Robo-Advisor bei der Geldanlage bieten kann, warum Sie einen STOXX Europe 600-ETF in Ihr Wert­papier­depot holen sollten und was die in der Tabelle vor­gestellten Index­fonds aus­zeichnet.

STOXX Europe 600-ETF – ideal für breit gestreutes Portfolio

Der STOXX Europe 600 Index enthält, wie der Name bereits sagt, die Aktien der 600 größten Unternehmen aus insgesamt 17 europäischen Ländern. Darunter sind nicht nur Länder, die dem europäischen Währungsgebiet angehören wie Italien, Deutschland oder Frankreich, sondern auch Großbritannien die Schweiz und auch skandinavische Staaten. Ein STOXX Europe 600-ETF bildet eben diesen Index nach. Somit partizipieren Inhaber dieser ETFs neben den Kursgewinnen auch an Dividenden der 600 Unternehmen.

Der STOXX Europe 600 Index ist sehr breit aufgestellt und wird auch als das europäische Pendant zum amerikanischen S&P 500 Index bezeichnet, der die 500 größten Unternehmen aus dem US-amerikanischen Raum enthält. Herausgegeben wird er seit 1998 von der STOXX Limited, einer schweizerischen Tochter der Deutschen Börse AG.

Insgesamt können Anleger aus neun verschiedenen ETFs wählen, die den europäischen Index abbilden. Weiter unten im Artikel gehen wir auf die besten ETFs ein und zeigen Ihnen die Unterschiede zwischen den einzelnen STOXX Europe 600-ETFs auf. Diese eignen sich aufgrund seiner breiten Streuung perfekt für jedes Depot. Denn allein die Performance der letzten Jahre kann sich sehen lassen: Indexfonds auf den STOXX Europe 600 haben im Schnitt rund sieben Prozent Rendite erwirtschaftet.

Unser Tipp: Wenn Sie einen Sparplan mit einem STOXX Europe 600-ETF einrichten wollen, dann nutzen Sie auch unseren Ratgeber ETF-Sparplan. So finden das günstigste Depot für Ihren ETF-Sparplan.

Video: ETF-Auswahl – Tipps zur ETF-Suche

Wie genau funktioniert das mit dem ETF-Sparen, und was muss man dafür tun? Im folgenden Erklärvideo verraten wir Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten Ihren eigenen ETF-Sparplan eröffnen können, worauf Sie bei der ETF-Suche und ETF-Auswahl achten sollten und wie Sie Schritt für Schritt ein ETF-Portfolio aufbauen: ETF Sparplan erklärt: Vermögen aufbauen mit ETF-Sparen

Hinweis: Beispiel-ETFs aus dem YouTube-Video …
… mit dem Fokus „Welt“:
iShares Core MSCI World UCITS ETF (ISIN IE00B4L5Y983)
iShares MSCI ACWI UCITS ETF USD (Acc) Share Class (IE00B6R52259)
… mit dem Fokus „Europa“:
iShares Stoxx Europe 600 UCITS ETF (DE) (ISIN DE0002635307)
Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF 1C (ISIN lu0274209237)
… mit dem Fokus „Deutschland“:
iShares Core DAX UCITS ETF (DE) (DE0005933931)
Xtrackers DAX UCITS ETF 1C (ISIN LU0274211480)
… mit dem Fokus „Nebenwerte“:
iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF USD (Acc) Share Class (IE00BF4RFH31)
Deka MDAX UCITS ETF (ISIN DE000ETFL441)

Experten-Know-how rund um Börse und Geldanlage finden Sie auch hier:
ETF-Sparplan – die besten Sparpläne, Tipps und Tricks
MSCI World-ETF – die besten ETF Fonds auf den MSCI World Index
DAX-ETF – die besten ETFs auf den DAX
Die besten ETFs auf den deutschen Nebenwerteindex MDAX
Begriffe rund um ETFs und Fonds schnell erklärt

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Die Replikationsmethoden

ETFs bilden einen Index nach, zum Beispiel den deutschen Leitindex DAX, den EURO STOXX 50 oder eben den STOXX Europe 600. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Zunächst gibt es die physisch replizierenden ETFs (direkte Replikation), die die Originalaktien des zugrundeliegenden Index kaufen und verkaufen. Bei einer Vollreplikation werden alle Aktien gemäß ihrer Gewichtung in einem Aktienindex gekauft. Im Gegensatz dazu bilden synthetisch replizierende ETFs (indirekte Replikation) den zugrundeliegenden Index nur nach, sie kaufen und verkaufen nicht die Aktien, die in dem Index enthalten sind.

Ein STOXX Europe 600-ETF mit direkter Replikationsmethode kauft und verkauft tatsächlich die im Index enthaltenen Wertpapiere. Bei der Vollreplikation besitzt der ETF-Anbieter die Aktien aller 600 Titel also in physischer Form. In einigen Fällen werden auch nur jene Indexmitglieder gehandelt, deren Einfluss auf die Indexentwicklung besonders gewichtig ist. Diese Replikationsmethode nennt sich „Representing Sampling Strategy“. Indexmitglieder mit geringem Gewicht sind dann im ETF nicht enthalten. Das kann zu geringen Abweichungen bei der Kursentwicklung von ETF zu Index führen. In einem STOXX Europe 600-ETF, der auf die „Representing Sampling Strategie“ setzt, könnten dann Aktien von Cineworld Group oder Hammerson fehlen. Diese Unternehmen haben weniger Einfluss auf die Entwicklung des Index als beispielsweise Nestlé, der Software-Riese SAP oder LVHM, der unter anderem durch die Luxusmarke Louis Vuitton bekannt ist.

ETF-Anbieter, die den zugrundeliegenden Index synthetisch nachbilden, kaufen die Originalaktien nicht. Bei der indirekten Replikationsmethode bilden die ETF-Anbieter die Indexentwicklung über Swaps ab, also über Tauschgeschäfte mit einem Swap-Kontrahenten. Der ETF-Anbieter schließt dabei einen Vertrag mit einem Finanzinstitut ab, das im Tausch gegen eine Gebühr die Indexrendite „liefert“.

Pro und Contra unter­schied­licher Replikationsmethoden

Die physische Replikation von ETFs ist für Anleger transparent und einfach nach­zuvoll­zie­hen, denn ein STOXX Europe 600-ETF investiert auch in die Titel, die in diesem Index gelistet sind. Der Nachteil: Ein physischer ETF ist in der Regel teurer als ein synthetischer ETF, da die Nachbildung aufwendiger ist. Dadurch können ETFs mit direkter Replikationsmethode stärker vom Zielindex abweichen, der Tracking-Error verstärkt sich.

Mit synthe­tischen ETFs können Fonds­gesell­schaften einen Index präziser nachbilden, der sogenannte Tracking Error fällt geringer aus als bei den meisten physischen ETFs. Da­rü­ber hinaus lassen sich manche Indizes auf Rohstoffe oder auf bestimmte Schwellen­länder nur über synthetische ETFs darstellen, weil sich die Basis­werte nicht lagern lassen, zum Beispiel Öl.

Aber: Das Risiko ist etwas höher als bei der direkten Replikation. Wird der Swap-Kontra­hent nämlich zahlungs­unfähig, geht Anlegern mitunter ihre komplette Einlage verloren. Dieses Risiko ist als gering ein­zuschätzen, als Anleger sollten Sie es aber kennen.

Hinweis: Mehr Infor­mationen über die ver­schiede­nen Replikations­methoden finden Sie auch in unseren Ratgeber­artikeln ETF kaufen und ETF-Sparplan sowie in unserem ETF-Lexikon.

Gebühren beim ETF-Kauf – schon gewusst?

Mithilfe der Gesamtkostenquote, der sogenannten Total Expense Ratio (TER), können Sie die Kosten eines ETFs vergleichen. Allerdings spiegeln sich in der TER nicht alle Kosten wider. Die TER gibt nur die laufenden Kosten pro Jahr für den Besitz eines ETFs an.

Die sogenannte Total Cost of Ownership (TCO) gibt hingegen die tatsächlichen Gesamtkosten an. Die TCO berücksichtigt zum Beispiel auch Handelsgebühren und Spreads bei Transaktionen innerhalb des ETFs, die Swapgebühr bei synthetisch nachgebildeten ETFs, Steuern sowie Erträge beispielsweise durch Wertpapierleihe.

Achten Sie auch auf die indirekten Gebühren, die durch den Tracking Error (TE) entstehen. Er misst die Abweichung des ETFs vom zugrundeliegenden Index. Ist der TE niedrig, dann ist die Entwicklung im Vergleich zum Index sehr ähnlich.

Der TE gibt allerdings nicht an, ob die Abweichung positiv oder negativ ist. Aufschluss darüber gibt die Tracking-Differenz (TD). Das ist der Unterschied zwischen der Rendite des ETFs und der Rendite des Index, der vom ETF nachgebildet wird.

Wichtig: Der ETF mit dem niedrigsten TER, ist nicht unbedingt der günstigste ETF.

Thesaurierender oder ausschüttender STOXX Europe 600-ETF?

Mit einem STOXX Europe 600-ETF profitieren Sie von den Kursgewinnen und den Dividenden der im Index gelisteten Unternehmen. Jetzt müssen Sie sich nur noch wissen, was Sie mit den Erträgen machen wollen: Die Dividenden ausschütten oder reinvestieren?

Wenn Sie die Dividenden der im Index vertretenen Unternehmen auf Ihrem Konto gutgeschrieben bekommen möchten, dann müssen Sie sich für einen ausschüttenden ETF entscheiden. Die Erträge aus Ihrem ETF können Sie dann nutzen, wie Sie möchten. ETFs, die alle Dividenden wieder anlegen, nennen sich thesaurierende ETFs. Der Vorteil: Sie profitieren von einer Art Zinseszinseffekt, da sich der Wert des ETFs nicht nur durch die Kursgewinne des zugrundeliegenden Index‘ erhöht, sondern eben auch durch die erzielten Erträge.

Unser Tipp: Für einen langfristigen Vermögensaufbau eignen sich thesaurierende ETFs be­sond­ers gut, vor allem in Verbindung mit einem ETF-Sparplan. In unserem ETF-Vergleich stellen wir Ihnen die besten sparplanfähigen ETFs vor.

ETF-Sparen mit einem Robo-Advisor

Synthetisch oder physisch replizierende ETFs, thesaurierende oder ausschüttende ETFs, Fondskosten, Tracking-Error usw. – den richtigen ETF zum Vermögensaufbau auszuwählen, kann kompliziert sein. Wem der Aufwand zu groß ist, der kann sich von Profis inspirieren lassen oder sein Kapital einem professionellen Vermögensverwalter anvertrauen.

Ein Robo-Advisor wie Scalable Capital, OSKAR2 oder Quirion nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Und Sie können mit einem Robo-Advisor bereits ab kleinen monatlichen Beträgen in ein ganzes Bündel von ETFs investieren. OSKAR beispielsweise investiert bereits ab einer Sparrate von 25 Euro pro Monat in bis zu zehn ETFs mit weltweiter Streuung.

Hinweis: In unserem großen Robo-Advisor-Vergleich haben wir Kosten und Anlage­strategien von Scalable Capital, Quirion und Co. genau unter die Lupe genommen.

Von erfahrenen Investment-Profis lernen

Noch mehr Expertenwissen zu Aktien, ETFs & Co. gibt es in unseren kostenfreien Online-Seminaren. Fondsmanager, Analysten, Profi-Trader und andere Experten stehen Ihnen Rede und Antwort:

Zur Zeit gibt es leider keine anstehenden Webinare.

Alle Webinare

STOXX Europe 600-ETF – das sollten Sie tun

  1. Eröffnen Sie ein Wertpapierdepot ohne Kontoführungsgebühren, zum Beispiel bei finanzen.net zero1 – es fallen lediglich marktübliche Spreads an. Dort gibt es kostengünstige Sparpläne mit STOXX Europe 600-ETFs.

  2. Ob thesaurierender oder ausschüttender ETF, ob physischer oder synthetischer ETF – wählen Sie einen STOXX Europe 600-ETF, der zu Ihrer Anlagestrategie passt.

  3. Wollen Sie mit einem Sparplan langfristig ein Vermögen aufbauen, wählen Sie einen thesaurierenden ETF.

  4. Wollen Sie einmalig einen großen Betrag anlegen oder flexibel mit den Erträgen umgehen, dann wählen Sie einen ausschüttenden ETF.

  5. Vor allem bei langfristigen Anlagen sollten Sie sich für einen günstigen ETF entscheiden. Achten Sie dann vor allem auf die jährlichen Gebühren (TER).

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

1Hinweis zu ZERO: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH.

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2Hinweis: Oskar ist eine Marke der Oskar.de GmbH, eine Ausgründung der finanzen.net GmbH. Die Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH verwaltet das Vermögen, die Baader Bank AG führt die Depots mit Verrechnungskonten. Weitere Informationen finden Sie hier.