Dank des Rückenwinds durch das Wachstum der Weltwirtschaft rechnet die Deutsche Bank im kommenden Jahr mit weiteren Kursgewinnen des deutschen Leitindex (DAX).
"Ende 2015 sehen wir den DAX bei 11.500 Punkten", sagte Ulrich Stephan, Chefanlagestratege Privat- und Firmenkunden, am Mittwoch in Frankfurt. Zuletzt nahm der DAX wieder Anlauf auf sein Allzeithoch von 10 050,98 Punkten, das er im Sommer erreicht hatte.
Neben der Konjunkturentwicklung dürfte der sinkende Eurokurs nach Ansicht des
Deutsche-Bank-Experten für Auftrieb sorgen. Stephan zufolge sollte sich die Abwertung des Euro fortsetzen. Bis Ende 2015 dürfte der Kurs auf 1,15 Dollar fallen. Unternehmen profitieren von einem niedrigeren Eurokurs, da dieser in der Eurozone produzierte Waren in anderen Regionen der Welt günstiger macht.Der Deutschen Bank erscheinen auf der Konjunkturseite die Perspektiven für Europa weiterhin mau. Dort stockten dringend notwendige Reformen, sagte der Chefvolkswirt fürs Inland, Stefan Schneider. Unter dem Strich dürfte es 2015 in der Eurozone daher nur für ein Wachstum um 0,8 Prozent reichen, das gelte auch für Deutschland. Umso besser sollte es allerdings in den USA laufen, was der Weltwirtschaft Rückenwind verleihen sollte. Dort dürfte die Wirtschaft 2015 um 3,5 Prozent zulegen. Die Weltwirtschaft insgesamt sieht die Deutsche Bank dank der USA und der Schwellenländer um 3,6 Prozent zulegen, wenngleich sich das Wachstum in China abschwächen dürfte.In diesem Umfeld könnten laut Stephan europäische Aktien von konjunktursensiblen Unternehmen einen Blick wert sein. Diese sogenannten zyklischen Titel profitierten von der anziehenden Konjunktur und dem schwächeren Euro. Entsprechend werden Papiere aus den Branchen Auto, Bau, Chemie und Medien sowie Finanzwerte empfohlen. Von Versorgern und Pharmatiteln raten die Experten der Deutschen Bank hingegen ab.
Auch der DAX sei insgesamt recht konjunktursensibel, begründeten die Experten ihr Ziel von 11 500 Punkten für das Börsenbarometer. Sie trauen dem Index damit bis Ende 2015 ein Potenzial von fast 16 Prozent zu.Für schwache Nerven ist der Aktienmarkt allerdings weiterhin nichts. Die Schwankungen dürften laut Stephan 2015 sogar noch zunehmen. Daher gibt er den bekannten Rat, Vermögensanlagen breit aufzustellen. Es sollten auch andere Anlageklassen, verschiedene Regionen und Währungsräume berücksichtigt werden./mis/das/stbFRANKFURT (dpa-AFX)
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