18.12.2012 07:12
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Versicherer AIG verkauft Rest an Asiensparte AIA

Für 6,5 Milliarden Dollar
Der US-Versicherer AIG hat den Verkauf seiner Asiensparte AIA abgeschlossen.
Die letzten verbliebenen Anteile brachten dem in der Finanzkrise vom Staat geretteten Konzern einen Erlös von umgerechnet 6,45 Milliarden US-Dollar ein, wie das Unternehmen in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Der Versicherer brachte 1,65 Milliarden Aktien für einen Preis von 30,30 Hongkong-Dollar an den Mann, die Angebotsspanne lag zwischen 29,65 bis 30,65 Hongkong-Dollar. Alles in allem hat der Verkauf des in Hongkong sitzenden Lebensversicherers American International Group (AIG) gut 35 Milliarden US-Dollar eingebracht.

     AIG-Chef Robert Benmosche hat mit dem AIA-Verkauf insgesamt Beteiligungen im Wert von 65 Milliarden US-Dollar abgestoßen, um Staatshilfen zurückzuzahlen. Benmosche will den Konzern nun auf das US-Lebensversicherungsgeschäft und die weltweite Schaden- und Unfallversicherung fokussieren.

    Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt hatten den einst weltgrößten Versicherer vor vier Jahren an den Rand des Ruins gebracht. Die Vereinigten Staaten hatten in der Finanzkrise 2008 mit Garantien und Kapitalhilfen in einem Rahmen von 182 Milliarden Dollar AIG vor dem Untergang bewahrt. Der einstige Vorzeigekonzern war anschließend praktisch komplett in Staatsbesitz. AIG gelang dann das Kunststück, die Staatshilfen wieder zurückzuzahlen. Dazu trennte sich das Unternehmen von mehreren Tochterfirmen.

     Erst vergangene Woche gab AIG den Verkauf des Flugzeugleasing-Geschäfts an chinesische Investoren bekannt. Der Verkauf von zunächst gut 80 Prozent der Anteile soll 4,2 Milliarden Dollar einbringen.

     Für die USA dürfte sich die Rettung am Ende ausgezahlt haben. Vergangene Woche kündigte das US-Finanzministerium den Ausstieg bei AIG an. Insgesamt hat die US-Regierung mit dem Verkauf von Aktien sowie Gebühren und Zinsen für die Hilfsmaßnahmen damit fast 23 Milliarden Dollar verdient.

    NEW YORK/HONGKONG (dpa-AFX)

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