Sanofi mit Gewinneinbruch
Ein schwächeres Wachstum in den Schwellenländern und negative Währungseffekte haben den Pharmakonzern Sanofi im dritten Quartal belastet.
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Auch der Rückgang bei früheren Umsatzbringern durch Patentverluste machte sich - wenn auch weniger als in den Vorquartalen - bemerkbar. Vor allem wegen Lieferengpässen bei Impfstoffen senkte Sanofi zudem die Prognose. Konzernchef Christopher Viehbacher gab sich am Mittwoch dennoch zuversichtlich. Sanofi stehe am Beginn einer neuen Wachstumsphase: "Wir werden in den kommenden Quartalen den Einfluss der jüngsten Patentverluste immer weniger zu spüren bekommen", sagte der Deutsch-Kanadier in einer Telefonkonferenz.
Von Juli bis September sank der Gewinn auch wegen höherer Restrukturierungskosten um rund 21 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Sondereffekte herausgerechnet fiel das Ergebnis je Aktie (EPS) um 19,2 Prozent auf 1,35 Euro und verfehlte wie auch der Umsatz die Markterwartungen. An der Börse überwog die Zuversicht: Sanofi-Titel drehten nach einem anfänglichen Minus zuletzt mit 0,58 Prozent auf 76,14 Euro ins Plus.
Im laufenden Geschäftsjahr werde der Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen rund zehn Prozent unter dem von 2012 liegen. Bisher wurde ein Minus von sieben bis zehn Prozent erwartet. Der Umsatz soll bis 2015 bereinigt um Wechselkurseffekte nach früheren Angaben jährlich im Schnitt um mindestens fünf Prozent steigen.
Beim Umsatz bremsten negative Währungseffekte wie die im Vergleich zum Euro schwachen Yen und US-Dollar: Die Erlöse fielen um 6,7 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Ohne Währungseffekte wuchs der Umsatz leicht. In den Schwellenländern, die fast ein Drittel zum Konzernumsatz beitrugen, stiegen die Erlöse um 2,8 Prozent. In Westeuropa war der Umsatz wegen staatlicher Einsparungen im Gesundheitssystem rückläufig.
Bis August hätte Sanofi die Auswirkungen von Patentverlusten zu spüren bekommen, sagte Viehbacher. Der Einfluss habe im September aber deutlich abgenommen. Im Vorjahr hatten die Franzosen in den USA die Exklusivität für den Blutverdünner Plavix, das Blutdruckmittel Avapro und das Krebsmittel Eloxatin verloren. Mit dem Ausbau von Wachstumsfeldern wie dem Diabetesgeschäft will Sanofi die Patentprobleme hinter sich lassen.
Ein erneut dynamisches Wachstum verbuchte Sanofi im Geschäft mit den Diabetesmitteln Lantus und Apidra. Lantus ist das mit Abstand wichtigste Präparat im Arzneimittelsortiment der Franzosen. In Europa ist das Mittel noch bis 2014 und in den USA bis 2015 gegen Nachahmermittel geschützt.
Seit seinem Amtsantritt 2008 hat Vorstandschef Viehbacher einen weitreichenden Umbau eingeleitet, der auch Zukäufe wie die Übernahme des US-Konzerns Genzyme umfasst. Neben den Wachstumsfelder Diabetes, Impfstoffe und Genzyme forciert der Sanofi-Chef Partnerschaften mit Biotech-Unternehmen. Die eigene Forschung wurde gestrafft. Geschäfte mit Wachstumspotenzial sind zudem die Tiergesundheit sowie rezeptfreie Arzneimittel./ep/mne/stb
PARIS (dpa-AFX)
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