aktualisiert: 06.11.2012 17:34
Bewerten
 (0)

Rohstoff-CFDs: Mieser Ausblick, goldene Zeiten

Öl & Gold: Rohstoff-CFDs: Mieser Ausblick, goldene Zeiten | Nachricht | finanzen.net
Rohstoff-CFDs: Mieser Ausblick, goldene Zeiten
Öl & Gold
Mit Contracts for Difference (CFDs) können Anleger auf fallende und steigende Notierungen setzen. Beide Strategien lassen sich bei Wetten auf Öl und Gold gewinnbringend einsetzen.
€uro am Sonntag
von P. Gewalt und L. Winter, Euro am Sonntag

Der Milliardendeal in der russischen Ölbranche und die Sorgen der Deutschen um den Verbleib ihres Goldschatzes in den Tresoren der US-Notenbank. Diese zwei Topthemen der Wirtschaftspresse in den vergangenen Wochen zeigen eines: Öl und Gold spielen beim Thema Bodenschätze die Hauptrolle in der öffentlichen Wahrnehmung. Auch Privatanleger hierzulande setzen vor allem auf die Kursentwicklung des gelben und des schwarzen Golds, wenn sie sich in physischen Rohstoffen engagieren.

Dies ist aber eine der wenigen Gemeinsamkeiten, die beide Bodenschätze teilen. Insbesondere die Einflussfaktoren auf die Preisbildung für das Schmiermittel der Weltwirtschaft und der Weltersatzwährung unterscheiden sich erheblich. Dementsprechend variieren auch die Aussichten für die Entwicklung der Notierungen in absehbarer Zeit. Während dem Edelmetall neue Rekordpreise zuzutrauen sind, haben sich die Aussichten für Rohöl zuletzt verdüstert.

Ölschwemme in den USA
So fiel die Notierung für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent vergangene Woche mit rund 107 US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit Anfang August, die US-Sorte WTI auf ein Drei-Monats-Tief. Und dies scheint kein kurzfristiger Ausrutscher zu sein. Erst vergangene Woche revidierten die Rohstoffexperten von Goldman Sachs, die seit Jahren als Ölpreisoptimisten bekannt waren, ihre Prognosen für ein Barrel Brent für 2013 deutlich von 130 auf 110 Dollar. Ein Grund für das Umdenken ist das Comeback der USA als Ölfördernation. Denn seit Energiekonzerne mit neuen Techniken vermehrt Öl aus Schieferstein gewinnen (Fracking), schwimmt die größte Volkswirtschaft der Welt im schwarzen Gold. Die US-Förderung liegt inzwischen auf dem Niveau von 1995.

Hält der Trend an, dann dürften die Vereinigten Staaten in vier Jahren wieder so viel Öl aus der Erde holen wie in der Boomphase Anfang der 70er-Jahre. Die USA wandeln sich daher von einem reinen Energie-Importeur zu einer Exportnation. Mit weitreichenden Konsequenzen, da die Preismacht der OPEC erodiert.

Noch dramatischer wird die Entwicklung, wenn das Szenario von Leonardo Mauger, dem ehemaligen Topmanager des italienischen Ölkonzerns ENI, eintritt, der angesichts der neuen Fördertechniken prophezeit: „Die Ölproduktion wächst in den USA und anderen Ländern so schnell, dass der globale Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent anziehen wird.“ Gleichzeitig drücken die verhaltenen weltwirtschaftlichen Aussichten auf die Nachfrage. So korrigierte die Internationale Energieagentur ihre Bedarfsprognosen für dieses und kommendes Jahr nach unten.

Einzig eine Eskalation der Spannungen im Nahen und Mittleren Osten dürfte für deutliche Preissprünge sorgen. Wie stark es kurzfristig nach oben gehen könnte, zeigt das Frühjahr 2010. Damals ließen die Unruhen infolge des Arabischen Frühlings die Notierungen um bis zu 40 Prozent in die Höhe schießen. Diesmal könnte eine Eskalation der Iran-Krise für einen Ölschock sorgen. Darauf zu wetten ist aber nur sehr spekulativen Investoren zu empfehlen.

Notenbanken stützen Gold
Auch bei Gold führen Krisenszenarien zu Kursfantasien. Hier sorgen aber speziell währungs- und geldpolitische Turbulenzen für Bewegung. So ist der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) parallel zur Ausweitung der Geldmenge der Notenbanken in der vergangenen Dekade von 350 auf 1.700 US-Dollar explodiert. Und die Ankündigungen der EZB und der US-Notenbank Fed, die Notenpressen erneut anzuwerfen, hat dem Kriseninvestment einen neuen Schub gegeben, der noch länger anhalten dürfte. Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, rechnet daher spätestens für das erste Quartal 2013 mit neuen Rekordpreisen.

Die Niedrigzinspolitik in den Industrieländern spielt Goldanlegern in die Hände. Denn die inzwischen mickrige Verzinsung von Staatsanleihen und Spareinlagen gleicht einen großen Nachteil von Gold beinahe vollständig aus: Das Edelmetall wirft keine Zinsen oder Dividenden ab.

Vor allem aber die Furcht vor einer Entwertung des Papiergelds durch ein mögliches Anziehen der Inflation lässt die Krisenwährung Gold noch heller scheinen. Auf der Käuferseite befinden sich daher nicht nur verängstigte Kleinsparer, sondern auch besorgte Notenbanker, die ihr Portfolio unabhängiger von den angeschlagenen Weltwährungen US-Dollar und Euro machen wollen. Allein im September haben die Zentralbanken vor allem aus den Schwellenländern 4,4 Tonnen Gold gekauft.

Rückschläge sind aber möglich. Ein Teil der schon länger investierten Anleger nutzt den Edelmetall-Höhenflug, um durch Verkäufe Gewinne zu sichern. Schließlich ist Gold im Gegensatz zu anderen Rohstoffen bei Investoren inzwischen in den Portfolios weitverbreitet.

Rohstoff-CFDs
Günstige Alternative

Beim Handel mit Rohstoffen reichen wegen der hohen Preisschwankungen oft kleine Trades aus, um an der Börse finanziell davon zu profitieren. Im Vorteil sind dann Anleger, die für häufiges Handeln wenig Gebühren zahlen müssen. CFDs bieten wegen der günstigen Kostenstrukturen für erfahrene Anleger eine Alternative zum Trading mit Zertifikaten. Zwar zahlen Anleger beim Kauf von Rohstoff-CFDs, die es sowohl auf Metalle wie Gold, Platin, Kupfer und Zink als auch auf Energie- und Agrarrohstoffe wie Öl, Gas, Weizen und Soja gibt, einen ähnlich hohen Spread wie etwa bei Hebelzertifikaten. Doch bei den meisten CFD-Brokern werden keine Ordergebühren erhoben. Der Handel mit Rohstoff-CFDs ist jedoch spekulativ und eignet sich eher für erfahrene Anleger mit höherem Mut zum Risiko. Zu beachten gilt auch, dass die Produkte unter anderem wegen der Future-Strukturen am Terminmarkt etwas anderen Systematiken folgen als CFDs auf Aktien, Währungen oder Indizes.

Nachrichten zu Eni S.p.A.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Eni S.p.A.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.03.2017Eni Equal-WeightMorgan Stanley
10.03.2017Eni buyKepler Cheuvreux
10.03.2017Eni buyGoldman Sachs Group Inc.
10.03.2017Eni buyUBS AG
10.03.2017Eni buyJefferies & Company Inc.
10.03.2017Eni buyKepler Cheuvreux
10.03.2017Eni buyGoldman Sachs Group Inc.
10.03.2017Eni buyUBS AG
10.03.2017Eni buyJefferies & Company Inc.
06.03.2017Eni buyUBS AG
15.03.2017Eni Equal-WeightMorgan Stanley
06.03.2017Eni HoldHSBC
02.03.2017Eni Equal weightBarclays Capital
14.12.2016Eni HoldJefferies & Company Inc.
05.12.2016Eni HaltenIndependent Research GmbH
13.01.2017Eni UnderweightJP Morgan Chase & Co.
29.11.2016Eni UnderweightJP Morgan Chase & Co.
03.11.2016Eni UnderweightJP Morgan Chase & Co.
17.10.2016Eni UnderweightMorgan Stanley
11.10.2016Eni UnderperformBNP PARIBAS

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Eni S.p.A. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow Jones schließt etwas leichter -- E.ON will Milliarden am Anleihemarkt aufnehmen -- Ströer erhöht Dividende stärker als erwartet -- Lufthansa, Apple im Fokus

Commerzbank will wohl Wertpapierabwicklung auslagern. Samsung könnte Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 wieder zurückbringen. Audi muss Produktion teilweise einstellen. Überwiegend positive Analystenkommentare stützen Snap-Aktie. Infineon-Aktie verliert weniger als DAX dank Analystenlob. Cum-Cum-Geschäfte: Auch Volksbanken und Sparkassen unter Verdacht.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Allianz840400
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
Nordex AGA0D655
Infineon Technologies AG623100
BASFBASF11
SAP SE716460
Siemens AG723610
BMW AG519000