Gold: Risikoaversion auf dem Rückzug

Nach drei Tagen mit rückläufigen Goldpreisen tendiert das gelbe Edelmetall im frühen Mittwochshandel seitwärts.
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von Jörg Bernhard
Im Zuge sich erholender Aktienmärkte hat die Risikoaversion der Anleger wieder etwas nachgelassen. Außerdem wirkt sich der starke Dollar negativ auf den Goldpreis aus. Die Diskussion um steigende US-Zinsen hat ebenfalls wieder Fahrt aufgenommen. Das vom Terminbörsenbetreiber CME Group entwickelte FedWatch-Tool weist für die nächste Sitzung der US-Notenbank aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 91,7 Prozent aus, dass die Leitzinsen im Januar nochmals erhöht werden. Dies würde bei Gold zu höheren Opportunitätskosten führen (Verzicht auf Zinsen) und dessen Perspektiven eher belasten. So ganz wird Gold aber wohl nicht aus der Mode kommen, schließlich gibt es derzeit zwar noch keine Preisinflation, dafür aber eine Inflation der geopolitischen Krisenherde.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 0,20 auf 1.085,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Positive Nachrichten verpuffen
Obwohl die chinesische Handelsbilanz für den Monat Dezember weniger negativ als erwartet ausgefallen war, schlug sich dies an den Ölmärkten nur in einer leichten Erholungstendenz nieder. Erstmals seit Dezember 2003 rutschte die US-Sorte WTI zeitweise sogar unter die Marke von 30 Dollar. Die Chinesen haben den niedrigen Ölpreis dazu genutzt, die strategischen Ölreserven weiter aufzustocken. Mit Ölimporten in Höhe von 7,82 Millionen Barrel wurde im Dezember ein neuer Rekordwert gemeldet. Im vergangenen Jahr fiel der Öldurst im Reich der Mitte um 8,8 Prozent höher als im Vorjahr aus. Auch der vom American Petroleum Institute vermeldete höher als erwartete Rückgang der gelagerten Ölmengen um 3,9 Millionen Barrel vermochte dem fossilen Energieträger nicht in deutlich höhere Regionen verhelfen.Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,32 auf 30,76 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,15 auf 31,01 Dollar anzog.
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