Rohöl: Preissprung nach EIA-Wochenbericht
Trotz enttäuschender Konjunkturdaten gelang dem Ölpreis am gestrigen Mittwoch eine markante Erholung. Als Grund wurde am Markt der Wochenbericht der US-Energiebehörde genannt.
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von Jörg Bernhard
Auf den signifikanten Rückschlag bei den gelagerten Benzinmengen reagierte der Ölpreis mit einem „ordentlichen“ Satz nach oben. Der überraschende Anstieg der Ölmengen auf ein neues 22-Jahreshoch wurde hingegen ausgeblendet. So fielen die Benzinvorräte mit 3,93 Millionen Barrel um ein Vielfaches stärker als erwartet zurück. Dies macht Hoffnung, dass die anstehende US-Reisesaison das aktuelle Überangebot in erheblichem Maße abbauen könnte. Am Nachmittag dürften die Marktakteure wie gewohnt ihr Hauptaugenmerk auf die Bekanntgabe der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe richten. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten rechnen diese mit einem leichten Rückgang von 352.000 auf 350.000 neue Arbeitslose.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.50 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,30 auf 91,73 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,34 auf 102,07 Dollar anzog.
Gold: Weiter auf dem Vormarsch
Das am Goldmarkt zu beobachtende „Gold-Bashing“ scheint nicht mehr zu fruchten. Zumindest aus charttechnischer Sicht hat sich nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage die Lage markant entspannt. Während die großen Notenbanken westlicher Industrienationen eher ein Interesse an einem rückläufigen Goldpreis haben dürften (Stichwort Vertrauensverlust), treten vor allem die Währungshüter aus Schwellenländern als wichtige Käufergruppe in Erscheinung. Der World Gold Council meldete für das Jahr 2012 Notenbanken-Goldkäufe im Volumen von 534,6 Tonnen. Für das laufende Jahr rechnen die Goldexperten mit Kaufvolumina zwischen 450 und 550 Tonnen aus „dieser Ecke“. Grund: Das Vertrauen in Yen, Euro und Dollar lässt angesichts der Staatsschuldenkrisen derzeit sehr zu wünschen übrig.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 7.50 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 19,80 auf 1.443,50 Dollar pro Feinunze.
