07.09.2013 15:00
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COT-Report: Goldoptimismus der Spekulanten wächst

COT-Report: Goldoptimismus der Spekulanten steigt
Goldpreis
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies unter den spekulativen Marktakteuren zum fünften Mal in Folge einen gestiegenen Goldoptimismus aus.
von Jörg Bernhard

Die Anzahl offener Kontrakte, der sogenannten Open Interest, nahm in der Woche zum 3. September von 384.102 auf 388.584 Kontrakte (+1,2 Prozent) zu. Leicht bergauf ging es auch mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten. Hier war ein Anstieg von 87.638 auf 92.461 Kontrakte (+5,5 Prozent) verzeichnet worden. Als treibende Kraft dieser Entwicklung erwiesen sich dabei vor allem kleine Spekulanten. Während bei den Großspekulanten (Non-Commercials) die Netto-Long-Position von 78.289 auf 78.191 Kontrakte (-0,1 Prozent) leicht rückläufig war, gab es bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) einen kräftigen Zuwachs von 9.349 auf 14.270 Futures (+52,6 Prozent) zu beobachten.

Gold: An 1.400 Dollar gescheitert

Ungeachtet des drohenden US-Militärschlags gegen Syrien legte das gelbe Edelmetall in der vergangenen Woche wieder den Rückwärtsgang ein, nachdem es an der Hürde von 1.400 Dollar gescheitert war. Die Aussicht auf einen abflauenden Liquiditätsstrom der US-Notenbank Fed sorgte für ein erhöhtes Maß an Unsicherheit. Esther George, die Präsidentin der Kansas City Fed plädierte vor dem Wochenende für eine Reduktion der Staatsanleihekäufe von 85 auf 70 Milliarden Dollar pro Monat. Wenige Stunden zuvor meinte der Chef der Chicago Fed, Charles Evans, dass man diesbezüglich keine Abstriche machen sollte. Fazit: Von Einigkeit keine Spur. Sollten die Notenpressen langsamer als bisher laufen, befürchten viele Goldfans ein nachlassendes Interesse an Gold. Das generelle Problem der enormen Staatsverschuldung dürfte durch das geplante „Tapering“ der Fed sicherlich nicht zu lösen sein. Bullen und Bären scheinen sich derzeit im Gleichgewicht zu befinden. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter 31 Analysten erwarten jeweils 13 Experten steigende bzw. fallende Goldpreise.

Bildquellen: Julian Mezger
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