16.01.2013 14:55
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Platin: Rückschlag trotz Minenschließung

Platin: Rückschlag trotz Minenschließung
Platin und Rohöl
Erstmals seit zehn Monaten kostete Platin am gestrigen Dienstag mehr als Gold. Doch dieser Zustand hielt nicht lange.
von Jörg Bernhard

Nachdem bekannt wurde, dass Anglo American Produktionskapazitäten mit einem Volumen von 400.000 Feinunzen pro Jahr stilllegen möchte, setzten Gewinnmitnahmen ein. Dies entspricht ungefähr sieben Prozent der globalen jährlichen Platinproduktion. Als Grund für diese Maßnahme nannte das Unternehmen die gestiegenen Kosten und die damit verbundene Unrentabilität. Einige Mitarbeiter der Gesellschaft drohten nun, über Streiks sämtliche Förderungsaktivitäten des Unternehmens einzustellen. Trotz allem ging es nach der neuen Meldung mit dem Platinpreis signifikant bergab. Offensichtlich agierten die Marktakteure nach dem Motto: „Kaufe das Gerücht und verkaufe die Fakten“.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Platinpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (April) um 15,20 auf 1.674,70 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Datenflut steht an

In den USA warten nach der Bekanntgabe aktueller Inflationszahlen für Dezember noch diverse weitere konjunkturelle Highlights. Neben der Entwicklung der US-Industrieproduktion (15.15 Uhr) dürften sich die Investoren auch für den NAHB-Hausmarktindex (16.00 Uhr) sowie den Wochenbericht der US-Energiebehörde (16.30 Uhr) interessieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten rechnen diese im Durchschnitt mit einem Lagerplus von 2,2 Millionen Barrel. Am Abend folgt dann noch der Fed-Konjunkturbericht „Beige Book“ (20.00 Uhr). By the way: Die Weltbank revidierte am Dienstagabend ihre Prognose für das US-Wirtschaftswachstum (2013) nach unten – und zwar von 2,4 auf 1,9 Prozent.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,09 auf 93,37 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,20 auf 110,50 Dollar anzog.

Bildquellen: Heraeus, Bloomberg
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