18.03.2013 15:02
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Rohöl: Miserabler Wochenstart

Rohöl und Erdgas
Im Zuge der markanten Euroschwäche ging es auch mit dem Ölpreis deutlich bergab. Erfahrungsgemäß besteht zwischen Euro und Öl eine positive Korrelation.
von Jörg Bernhard

Zum einen, weil Öl in Dollar notiert und sich somit für Investoren aus dem Nicht-Dollarraum im Falle einer Dollarstärke verteuert. Zum anderen, weil man befürchtet, dass sich in Europa angesichts der Probleme mit Zypern die rezessive Tendenz verstärken könnte. Der am Nachmittag veröffentlichte in den USA veröffentlichte NAHB-Hausmarktindex (März) fiel mit 44 Zählern etwas schlechter als erwartet aus. Aus charttechnischer Sicht wächst nun vor allem bei der Nordseemarke Brent die Spannung, da im Bereich von 108 Dollar eine wichtige Unterstützungszone verläuft.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 14.50 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (April) um 1,12 auf 92,33 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Mai) um 1,30 auf 108,52 Dollar zurückfiel.

US-Erdgas: Marke von vier Dollar im Visier

Zwei Faktoren treiben Erdgas derzeit in deutlich höhere Kursregionen. Neben dem ungewöhnlich kalten Winterwetter in den USA sorgen auch Future-Käufe großer Spekulanten für Auftrieb. Im Zuge dieser Entwicklung stieg die Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) der Hedgefonds- und Geldmanager auf den höchsten Stand seit drei Jahren. Sobald die Wetterberichte keine Kaufargumente mehr liefern, droht eine technische Korrektur. Dass die Luft mittlerweile dünner wird, signalisiert auch der Timingindikator Relative-Stärke-Index. Dieser notiert mit über 76 Prozent eindeutig in der überkauften Zone – die Wahrscheinlichkeit für einen Rückschlag ist somit nicht von der Hand zu weisen.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 14.50 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,075 auf 3,947 Dollar pro mmBtu.

Bildquellen: 1971yes / Shutterstock.com
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