14.04.2017 17:00
Bewerten
(0)

Zucker: Süßes Überangebot

Euro am Sonntag: Zucker: Süßes Überangebot | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag
Obwohl ein Wirbelsturm in Australien für Ernteeinbußen sorgt, soll der Zuckerpreis weiter sinken. Schuld ist auch das Ende einer EU-Vorschrift.
€uro am Sonntag
von Julia Groß, Euro am Sonntag

Der tropische Wirbelsturm Debbie hat in Australien eine Fläche von der Größe des US-Bundesstaats Texas überflutet und besonders den Küstenstreifen im Nord­osten des Kontinents, wo der Zyklon zum ersten Mal auf Land traf, verwüstet. Die Region ist das wichtigste Zuckerrohranbaugebiet Australiens. Es steht zu befürchten, dass ein großer Teil der Ernte vernichtet wurde.
Anzeige
Gold kaufen
Sie möchten in physisches Gold investieren? Nutzen Sie die günstigen Konditionen im finanzen.net Goldshop.
zum Shop


Unter den Zucker produzierenden Ländern ist Australien zwar nur die Nummer 10, allerdings ist das Land nach Brasilien der zweitgrößte Exporteur für den Weltmarkt. Der Zuckerpreis reagierte deshalb kurzzeitig nervös, als in ersten Schätzungen von 150 Millionen Dollar Schaden für die australischen Zuckerfarmer die Rede war.

Überraschend schnell hatten Rohstoffinvestoren den Schreckmoment jedoch überwunden, und der Zuckerpreis ging wieder auf Talfahrt. "Der Fokus richtet sich bereits auf Brasilien, wo die neue Ernte- und Verarbeitungssaison unmittelbar bevorsteht und mit einer erneut hohen Zuckerproduktion von mehr als 35 Millionen Tonnen gerechnet wird", sagt Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank. Dabei solle im laufenden Jahr ein noch größerer Anteil des Zuckerrohrs als bisher zu Zucker und nicht beispielsweise zu Ethanol verarbeitet werden. Auch in ­Indien und Thailand deutet alles auf eine gute Ernte hin, sodass mit einem Angebotsüberschuss gerechnet wird.

EU-Produktionsgrenzen fallen

Dazu kommt: Im Herbst dieses Jahres laufen die Zuckermarktquoten der Europäischen Union aus. Produktionsobergrenzen sorgten bisher dafür, dass der EU-Zuckerpreis über dem Weltmarktpreis lag. Die kommende europäische Ernte könnte Schätzungen zufolge bereits um ein Fünftel höher ausfallen, was die Preise drücken wird.



Goldman-Sachs-Analyst John Ennis prognostiziert, dass der weltweite Zuckerpreis um weitere zehn Prozent fallen könnte, während sich Zucker in Europa von fast 500 Euro pro Tonne bis 2019 auf 400 Euro pro Tonne verbilligen werde. Deshalb stufte er in der vergangenen Woche auch die Aktie des deutschen Südzucker-Konzerns auf "Verkaufen" herab: Die Gewinnerwartungen seien deutlich eingetrübt. Der Kurs der Aktie brach daraufhin am Dienstag um zehn Prozent ein.

Anleger können mit einer Schuld­verschreibung von ETF Securities (ISIN: JE 00B 24D KQ4 5) auf sinkende Zuckerpreise setzen. Das Papier bildet den Bloomberg-Zuckerpreis-Index umgekehrt ab. Fällt der Zuckerpreis, steigt der Wert des Produkts spiegelbildlich an. Der Zuckerpreis notiert in US-Dollar, daher besteht für deutsche Anleger ein Währungsrisiko.
Bildquellen: Thomas Siepmann/pixelio.de, Birgit H./pixelio, OZaiachin / Shutterstock.com, denio109 / Shutterstock.com

Nachrichten zu Zucker

  • Relevant
  • Alle
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.257,082,18
0,17%
Kupferpreis5.995,4624,25
0,40%
Ölpreis (WTI)46,130,53
1,16%
Silber16,540,03
0,15%
Super Benzin1,31-0,00
-0,23%
Weizen168,75-1,75
-1,03%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren44,10
+0,1
5g Goldbarren190,48
+0,2
10g Goldbarren369,48
+0,2
1 Uz Goldbarren1.112,76
+0,2
Krügerrand1.122,49
+0,2
Maple Leaf1.122,49
+0,2
American Eagle1.130,59
+0,2
zum Edelmetallshop

Heute im Fokus

DAX gibt nach -- Ausverkauf im Autosektor --Asiens Börsen uneinheitlich -- Mögliches Kartell: Druck auf Autobauer steigt -- Deutsche Bank und JP Morgan wollen Libor-Klagen beilegen -- Ryanair im Fokus

Philips nach Leuchtenabspaltung mit Gewinneinbruch. Trump bringt in Russland-Affäre Recht auf Begnadigung ins Spiel. Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin. EZB-Direktor Mersch: Notenbank-Krisenpolitik wird nicht notwendig bleiben
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Allianz840400
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Siemens AG723610
TeslaA1CX3T
Scout24 AGA12DM8
Porsche Holding SE VzPAH003