Updates zu BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Intel und VW
Die Banken haben ihre Einschätzungen zu Aktien aus DAX und Co angepasst. Der aktuelle Überblick über die neuen Kursziele.
Werte in diesem Artikel
FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 18.07.2012
ARCELORMITTAL
FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für ArcelorMittal von 16,00 auf 12,00 Euro um ein Viertel gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Die weltweiten Stahlpreise hätten sich bisher noch nicht von ihrem sehr unbefriedigenden Niveau aus dem ersten Halbjahr erholt, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Sein Bewertungsmodell berücksichtige deshalb ein vorsichtigeres Preis- und Margenszenario für das zweite Halbjahr und für 2013. Da sich Chancen und Risiken nun aber die Waage hielten, habe er den gesamten europäischen Stahlsektor auf "Neutral" angehoben.
ASML
FRANKFURT - Kepler hat die Aktie von ASML nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 33,00 Euro belassen. Das zweite Quartal des Halbleiterherstellers habe zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen, die Prognose des Konzerns deute jedoch auf eine leichte Abschwächung des Geschäfts im vierten Quartal hin, schrieb Analyst Peter Olofsen in einer Studie vom Mittwoch. Der erwartete Nachfrageaufschwung nach NAND-Schaltungen dürfte sich eher auf das erste Halbjahr des nächsten Jahres verschieben. Auch wegen der starken Kursentwicklung in diesem Jahr erwarte er daher, dass sich die Aktie auf dem momentanen Niveau einpendeln werde.
ASML
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für ASML nach Zahlen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 28,00 Euro belassen. Die Kennziffern und der Ausblick auf das zweite Halbjahr hätten nicht überrascht, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Mittwoch. In diesem Fall gelte aber, dass keine Nachrichten gute Nachrichten seien. Die Ergebnisqualität des niederländischen Ausrüsters der Halbleiterindustrie sei angesichts der nur zögerlichen Preiserholung minimal schlechter als erwartet ausgefallen.
BANCO SANTANDER
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktie von Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) vor Zahlen von 7,40 auf 6,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Das Kreditinstitut werde wohl ein schwaches zweites Quartal ausweisen, schrieb Analyst Carlos Berastain Gonzalez in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehe die Kernkapitalquote der Bank und die Qualität ihrer in Spanien und Brasilien vergebenen Kredite. Der Analyst senkte seine Prognose für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr um 26,2 Prozent.
BASF
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für BASF vor der Quartalsberichtsaison der Chemieindustrie auf "Hold" mit einem Kursziel von 53,00 Euro belassen. Die europäischen Chemieunternehmen dürften die Markterwartungen im zweiten Quartal weitgehend erfüllt haben, schrieb Analyst Jaideep Pandya in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Allerdings gebe es einige Risiken für das dritte Jahresviertel, was die durchschnittlichen Analystenschätzungen für 2012 belasten könnte.
BBVA
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für BBVA vor Zahlen zum zweiten Quartal von 5,10 auf 5,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Sell" belassen. Anleger sollten sich vor dem Ergebnisausweis zurückhalten, da das Risiko enttäuschender Resultate und Ausblicke der beiden spanischen Banken BBVA und Santander hoch sei, schrieb Analyst Marco Troiano in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte senkte seine Gewinnprognosen für 2012 deutlich, um höheren Rückstellungen Rechnung zu tragen. Für die folgenden Jahre reduzierte er aber die Verlustschätzungen leicht und erhöhte entsprechend das Kursziel.
BMW
NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für BMW auf "Outperform" mit einem Kursziel von 90,00 Euro belassen. Die deutschen Autobauer gewännen stetig Marktanteile in Europa und dürften diesen Trend aufgrund hoher Investitionen in das Kleinwagensegment fortsetzen, schrieb Analyst Max Warburton in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Umso mehr steige der Druck auf die französischen und italienischen Hersteller, die mit Überkapazitäten und Qualitätsnachteilen kämpften. BMW bleibe angesichts des starken Wachstums in den meisten Regionen, moderaterer Erwartungen und der günstigen Bewertung sein "Top Pick" unter den deutschen Autowerten.
CREDIT SUISSE
FRANKFURT - Kepler hat die Aktie von Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) nach Zahlen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 24,00 Franken belassen. Die Quartalsergebnisse der Bank seien zwar im Rahmen der Erwartungen geblieben, die Eigenkapitalrendite von nur 9,2 Prozent sei aber sehr unbefriedigend, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Mittwoch. Die zukünftige Eigenkapitalrendite werde zudem unter den wenig beeindruckenden Maßnahmen zur Kapitalerhöhung leiden, die auch zu einer unnötigen Verwässerung der von Aktionären gehaltenen Anteile führten. Die Maßnahmen würden mit dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen nur die Umsätze belasten, die Motivation der Mitarbeiter beeinträchtigen und vernünftige Erträge insgesamt unmöglich machen.
CREDIT SUISSE
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 28,00 Franken belassen. Die Ergebnisse der Schweizer Bank zum zweiten Quartal hätten seine Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Michael Dunst in einer Studie vom Mittwoch. Zudem sei wegen der strengeren Eigenkapitalvorschriften der Schweizer Nationalbank eine Kapitalerhöhung um 15,3 Milliarden Franken nötig. Wegen der schwachen Ergebnisse und der steigenden Aktienzahl dürfte seine Gewinnschätzung für 2012 um 34 Prozent und für 2013 um 26 Prozent sinken. Das Kursziel könnte dann auf rund 21 Franken zurückgehen.
DAIMLER
LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Daimler auf "Underweight" mit einem Kursziel von 44,00 Euro belassen. Die Perspektiven für die europäischen und US-amerikanischen Nutzfahrzeugmärkte im zweiten Halbjahr seien besorgniserregend, schrieb Analyst Michael Tyndall in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte reduzierte seine Gewinnprognosen für die Lkw-Hersteller im laufenden Jahr um durchschnittlich drei Prozent. Für die Daimler-Lkw-Sparte werde es sehr schwer, die Zielsetzung für 2012 zu erreichen, glaubt Tyndall.
DAIMLER
NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Daimler auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Die deutschen Autobauer gewännen stetig Marktanteile in Europa und dürften diesen Trend aufgrund hoher Investitionen in das Kleinwagensegment und starker China-Verkäufe fortsetzen, schrieb Analyst Max Warburton in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Umso mehr steige der Druck auf die französischen und italienischen Hersteller, die mit Überkapazitäten und Qualitätsnachteilen kämpften. Mercedes zeige im innerdeutschen Vergleich in puncto Profitabilität die geringsten Fortschritte, berichte aber dennoch weiterhin über Rekordgewinne.
DEUTSCHE TELEKOM
LONDON - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat die Einstufung für Deutsche Telekom vor der Quartalsberichtsaison der europäischen Telekomkonzerne auf "Buy" mit einem Kursziel von 11,00 Euro belassen. Anzeichen für veränderte Gebührenmodelle, sinkende Vermarktungskosten und eine höhere Kundenzufriedenheit festigten seine optimistische Grundhaltung für die Branche, schrieb Analyst Jesus Romero in einer Sektorstudie vom Mittwoch. Unter den etablierten Konzernen sei die Telekom sein "Top Pick" für das zweite Quartal und dürfte sich auch weiterhin überdurchschnittlich entwickeln.
DEUTSCHE TELEKOM
NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Deutsche Telekom auf "Outperform" mit einem Kursziel von 10,00 Euro belassen. Die Perspektiven für Mobilfunkunternehmen in Großbritannien besserten sich, schrieb Analystin Robin Bienenstock in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Deutsche Telekom und Vodafone seien ihre bevorzugten Werte, um in den britischen Mobilfunkmarkt zu investieren.
DEUTSCHE WOHNEN
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat Deutsche Wohnen nach der jüngsten Kursrally von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt, aber das Kursziel von 13,50 auf 14,70 Euro angehoben. Mit Erreichen des Kursziels habe die Aktie nun weniger Aufwärtspotential, schrieb Analyst Frank Neumann in einer Studie vom Mittwoch. Auch die für die kommenden Wochen erwarteten Zukäufe der Immobiliengesellschaft seien bereits eingepreist.
DEUTZ
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktie von Deutz (DEUTZ) nach einer Gewinnwarnung von 5,00 auf 3,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Sie habe ihre Prognose für den Umsatz des Motorenherstellers um 10 Prozent und die des Betriebsgewinns (EBIT) um 20 Prozent gesenkt, schrieb Analystin Felicitas Bismarck in einer Studie vom Mittwoch. Angesichts der im zweiten Quartal deutlich rückläufigen Auftragseingänge und der sich weiter verschlechternden wirtschaftlichen Lage dürfte das strukturelle Wachstum aus teureren Motoren den Absatzrückgang des Konzerns nicht wettmachen können.
DIALOG SEMICONDUCTOR
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktie von Dialog Semiconductor vor Zahlen von 17,00 auf 16,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Er erwarte, dass die Ergebnisse des Halbleiterherstellers im zweiten Quartal nur am unteren Ende der unternehmenseigenen Prognosespanne liegen werden, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Mittwoch. Er erwarte auch nur vorsichtige Aussagen zum dritten Quartal, in dem die Kunden vor dem Verkaufsstart des iPhone 5 im letzten Quartal ihre Lager räumen dürften. Wegen höherer Kosten und weil das neue iPad "mini" von Apple Zulieferern weniger Gewinnmargen lassen dürfte, habe er seine Prognose für den Gewinn je Aktie auf 0,88 US-Dollar gesenkt.
ERICSSON
FRANKFURT - Kepler hat die Aktie von Ericsson (Telefon AB LMEricsson (B)) nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 77,00 schwedischen Kronen belassen. Das zweite Quartal des Herstellers von Telekommunikationsausrüstung habe vor allem bei den Gewinnmargen unter den Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Sebastien Sztabowicz in einer Studie vom Mittwoch. Er gehe jedoch davon aus, dass sich diese in den kommenden Quartalen wieder erholen werden. Angesichts der niedrigen Bewertung zeige die Aktie zudem kaum Abwärtspotential.
INTEL
FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Papiere des US-Chipherstellers Intel nach Zahlen zum zweiten Quartal von "Halten" auf "Kaufen" angehoben, das Kursziel aber bei 30 US-Dollar bestätigt (Kurs: 26,21 Dollar). Die Bilanz habe seine Erwartungen erfüllt, schrieb Branchenexperte Markus Friebel in einer Studie vom Mittwoch. Auch die Senkung der Umsatzprognose durch das Unternehmen sei aus seiner Sicht infolge der wirtschaftlichen Unsicherheiten nicht überraschend gekommen. Er rechne aber ab einschließlich dem vierten Quartal 2012 wieder mit einem deutlicheren Wachstum.
INTEL
ESSEN - Die National-Bank hat die Aktie von Intel nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 32,00 US-Dollar belassen. Die Zahlen des Halbleiterherstellers zum zweiten Quartal seien gemischt ausgefallen und hätten beim Umsatz enttäuscht, schrieb Analyst Steffen Manske in einer Studie vom Mittwoch. Er gehe davon aus, dass der Konzern bald in den Markt für mobile Endgeräte einsteigen werde.
KLÖCKNER & CO
ZÜRICH - Die UBS hat Klöckner & Co (KloecknerCo) vor Zahlen auf "Sell" belassen. Die europäischen Stahlkonzerne dürften ein eher schwaches zweites Quartal verzeichnet haben, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen für den Stahlsektor im zweiten Halbjahr hätten noch Luft nach unten. Dies gelte vor allem für ArcelorMittal und Klöckner & Co. Langfristig seien die meisten Stahlaktien aber sehr attraktiv.
KLÖCKNER & CO
LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Klöckner & Co (KloecknerCo) von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 14,00 auf 8,40 Euro gesenkt. Es gebe bisher keine Anzeichen einer Erholung im Stahlmarkt, schrieb Analyst Jürgen Siebrecht in einer Studie vom Mittwoch. Vor den Zahlen des Stahlhändlers zum zweiten Quartal habe er angesichts des weiteren Verfalls der Fundamentaldaten des Stahlmarktes und weiterer Restrukturierungen in Europa seine Prognosen gesenkt.
KRONES
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Krones vor Zahlen zum zweiten Quartal von 33,00 auf 35,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Verkaufen" belassen. Der Hersteller von Getränke-Abfüllanlagen dürfte bei Auftragseingang, Umsatz und Vorsteuergewinn im Vergleich zum ersten Quartal zugelegt haben, schrieb Analyst Gordon Schönell in einer Studie vom Mittwoch. Angesichts des schwächeren Konjunkturumfelds sehe er entgegen der durchschnittlichen Markteinschätzung aber kein Umsatzwachstum im kommenden Jahr. Zudem sei die Aktie derzeit nicht günstig.
LANXESS
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Lanxess (LANXESS) auf "Buy" mit einem Kursziel von 73,00 Euro belassen. Die europäischen Chemieunternehmen dürften die Markterwartungen im zweiten Quartal weitgehend erfüllt haben, schrieb Analyst Jaideep Pandya in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Allerdings gebe es einige Risiken für das dritte Jahresviertel, was die durchschnittlichen Analystenschätzungen für 2012 belasten könnte. Lanxess zähle aber zu den "Key Calls" und sei mittlerweile der günstigste europäische Chemiewert.
LINDE
LONDON - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Linde nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Kursentwicklung von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 160,00 (Kurs: 119,35) Euro belassen. Die Kursschwäche biete eine gute Gelegenheit zum Einstieg in einen Konzern, der in langfristigen Megatrends eine Führungsrolle übernehmen könne, schrieb Analyst Richard Logan in einer Studie vom Mittwoch.
MAN
LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für MAN von 70,00 auf 65,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Die Perspektiven für die europäischen und US-amerikanischen Nutzfahrzeugmärkte im zweiten Halbjahr seien besorgniserregend, schrieb Analyst Michael Tyndall in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte reduzierte seine Gewinnprognosen für die Lkw-Hersteller im laufenden Jahr um durchschnittlich drei Prozent. Die relativ deutliche Zielsenkung für die MAN-Aktie basiere auf der Annahme eines unerwartet schwachen brasilianischen Marktes.
NESTLE
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Nestle (Nestlé)
RHÖN-KLINIKUM
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktien von Deutz (DEUTZ) nach einer Gewinnwarnung von 5,00 auf 3,50 (Kurs: 3,275) Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Sie habe ihre Prognose für den Umsatz des Motorenherstellers in diesem Jahr um 10 Prozent und die des Betriebsgewinns um 20 Prozent gesenkt, schrieb Analystin Felicitas Bismarck in einer Studie vom Mittwoch. Den Reingewinn sieht sie nun 22 Prozent tiefer. Angesichts der im zweiten Quartal deutlich rückläufigen Auftragseingänge und der sich weiter verschlechternden wirtschaftlichen Lage dürfte das strukturelle Wachstum aus teureren Motoren den Absatzrückgang des Konzerns nicht wettmachen können.
SALZGITTER
ZÜRICH - Die UBS hat die Aktie von Salzgitter vor Zahlen auf "Buy" belassen. Die europäischen Stahlkonzerne dürften ein eher schwaches zweites Quartal verzeichnet haben, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen für den Stahlsektor im zweiten Halbjahr hätten noch Luft nach unten. Dies gelte vor allem für ArcelorMittal und Klöckner & Co (KloecknerCo), während die Schätzungen für Salzgitter nach der jüngsten Gewinnwarnung stabil bleiben dürften. Langfristig seien die meisten Stahlaktien aber sehr attraktiv.
SALZGITTER
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Salzgitter von "Add" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 48,00 auf 32,00 Euro um ein Drittel gesenkt. Die weltweiten Stahlpreise hätten sich bisher noch nicht von ihrem sehr unbefriedigenden Niveau aus dem ersten Halbjahr erholt, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Sein Bewertungsmodell berücksichtige deshalb ein vorsichtigeres Preis- und Margenszenario für das zweite Halbjahr und für 2013. Da sich Chancen und Risiken nun aber die Waage hielten, habe er den gesamten europäischen Stahlsektor auf "Neutral" angehoben.
SOFTWARE AG
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Software AG (Software) vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 34,00 Euro belassen. Die Ergebnisse des Softwarekonzerns dürften dem erwarteten Rückgang der IT-Ausgaben im zweiten Quartal standgehalten haben, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Mittwoch. Angesichts der Warnungen der Konkurrenz könnte ein Quartal im Rahmen der Erwartungen schon reichen, um die Aktie wieder anzutreiben, zumal sie wieder günstiger geworden sei. Auch Zukäufe könnten angesichts der starken Bilanz für Aufwärtspotential sorgen.
SYMRISE
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Symrise vor der Quartalsberichtsaison der Chemieindustrie auf "Hold" mit einem Kursziel von 24,00 Euro belassen. Die europäischen Chemieunternehmen dürften die Markterwartungen im zweiten Quartal weitgehend erfüllt haben, schrieb Analyst Jaideep Pandya in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Allerdings gebe es einige Risiken für das dritte Jahresviertel, was die durchschnittlichen Analystenschätzungen für 2012 belasten könnte. Zudem empfahl der Experte vor dem Quartalsausweis einen sogenannten "Pair Trade", bei dem Aktien von Givaudan gekauft und Papiere von Symrise leerverkauft werden.
SYNGENTA
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Syngenta vor der Quartalsberichtsaison der Chemieindustrie auf "Hold" mit einem Kursziel von 350,00 Franken belassen. Die europäischen Chemieunternehmen dürften die Markterwartungen im zweiten Quartal weitgehend erfüllt haben, schrieb Analyst Jaideep Pandya in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Allerdings gebe es einige Risiken für das dritte Jahresviertel, was die durchschnittlichen Analystenschätzungen für 2012 belasten könnte.
THYSSENKRUPP
FRANKFURT - Die Commerzbank ist inzwischen optimistischer für den europäischen Stahlsektor gestimmt und sieht in der Aktie von ThyssenKrupp die derzeit einzige Kaufgelegenheit. Während Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Branchenstudie vom Mittwoch den Sektor auf "Neutral" hob, bekräftigte er zugleich die Aktie des größten deutschen Stahlherstellers als einziges Papier darin mit "Buy". Das Kursziel senkte er allerdings zugleich von 24,00 auf 21,00 Euro (Kurs: 14,95 Euro). Damit entspreche es dem fairen Wert der Aktie, der aus dem Wert der Summe aller Einzelteile von ThyssenKrupp abgeleitet sei, schrieb er. Langfristig sieht er weiteres Potenzial für das Papier, sofern die Essener ihre Prognose einer Margenausweitung im Segment Elevator (Aufzugbau) von 12,6 auf etwa 15 Prozent erfüllten.
VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN
LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für VW-Vorzugsaktien (Volkswagen vz) vor Zahlen von 183,00 auf 184,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Aussichten des Wolfsburger Autobauers für 2013 seien nach wie vor sehr gut, schrieb Analyst Horst Schneider in einer Studie vom Mittwoch. Anleger sollten sich aber für das zweite Halbjahr 2012 auf eine Übergangsphase einstellen. Das Zahlenwerk zum zweiten Quartal könnte wegen einer geringeren operativen Dynamik und einem schwächeren Lkw-Geschäft ein uneinheitliches Bild ergeben.
WINCOR NIXDORF
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat die Aktie von Wincor Nixdorf vor Zahlen von "Halten" auf "Kaufen" angehoben, aber das Kursziel von 33,00 auf 31,00 Euro gesenkt. Für das dritte Quartal des Anbieters von IT-Lösungen für Banken erwarte er erneut Restrukturierungsbelastungen sowie einen Umsatzrückgang von 4 Prozent, schrieb Analyst Heiko Feber in einer Studie vom Mittwoch. Er geht davon aus, dass es Wincor Nixdorf dieses Jahr nicht gelingen wird, das Ziel eines Konzernumsatzes auf Vorjahresniveau zu erreichen.
/he
Übrigens: Apple und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf Apple
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Apple
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|