Gold: Sukzessive in tiefere Preisregionen

Die freundliche Tendenz an den internationalen Aktienmärkten hat dem Goldpreis am Dienstag einen Dämpfer verpasst - die negative Korrelation beider Anlageklassen lässt grüßen.
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von Jörg Bernhard
Am Nachmittag kehren die US-Investoren aus dem verlängerten Wochenende zurück. Man darf daher gespannt sein, wie sie auf die jüngsten Konjunkturdaten aus China reagieren werden. Am Vormittag wurde die endgültige Dezember-Teuerung für Deutschland gemeldet. Doch von Teuerung kann man derzeit eher nicht sprechen, schließlich haben sich die Konsumentenpreise auf Monatssicht um 0,1 Prozent reduziert und auf Jahressicht um lediglich 0,3 Prozent erhöht. Als Inflationsschutz macht Gold angesichts solcher Zahlen derzeit kaum Sinn, als Vermögensschutz aber schon. Dabei überzeugt das Edelmetall auch im neuen Jahr durch seine extrem niedrige Volatilität. Während der CBOE-Volatilitätsindex auf Öl-ETFs derzeit einen Wert von über 62 Prozent ausweist, lässt Gold Anleger angesichts einer Vola von lediglich 17,4 Prozent erheblich ruhiger schlafen.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.50 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) gegenüber Freitag um 4,50 auf 1.086,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Technisch bedingter Rebound
Der Ölpreis hat sich trotz der Bekanntgabe enttäuschender Konjunkturdaten aus China spürbar erholt. Doch die fundamentale Nachrichtenlage bleibt weiterhin negativ. Der Internationale Währungsfonds hat die Wachstumsaussichten der globalen Wirtschaft für 2016 von 3,6 auf 3,4 Prozent reduziert. Und in China muss man sich für die kommenden Jahre auf eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik einstellen. Für 2016 prognostiziert der IWF ein Plus von 6,3 Prozent und für 2017 eine weitere Verlangsamung auf 6,0 Prozent.Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 14.55 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Februar) um 0,22 auf 29,64 Dollar (gegenüber Freitag), während sein Pendant auf Brent (März) um 0,98 auf 29,53 Dollar (gegenüber Montag) anzog.
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