Lufthansa-Aktie höher: Eingeschränkter Flugbetrieb im Nahen Osten
Von Donnerstag bis Montag werde die Airline ihre Flüge nach Tel Aviv und ins jordanische Amman als Tagflüge durchführen, teilte sie auf Anfrage mit. "Das bedeutet, dass Crews direkt im Anschluss ohne Übernachtung vor Ort zurückfliegen. Vereinzelt kann es auch zu Flugstreichungen kommen."
Wie die Sprecherin weiter mitteilte, werden zudem "der iranische und der irakische Luftraum bis auf weiteres von allen Lufthansa Group Airlines umflogen." Betroffene Fluggäste sollen demnach automatisch umgebucht und proaktiv kontaktiert werden. Alternativ könnten sie auf ein späteres Reisedatum umbuchen.
US-Präsident Donald Trump hatte die autoritäre Führung im Iran zuvor vor einer brutalen Niederschlagung der Proteste im Land gewarnt. Dabei hält er auch die Drohung eines militärischen Eingreifens aufrecht.
Verdi fordert für Lufthansa-Mitarbeiter am Boden 6% mehr Gehalt
Die Gewerkschaft Verdi verhandelt ab dem kommenden Montag mit dem Lufthansa-Konzern über einen neuen Vergütungstarifvertrag für insgesamt rund 20.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Konzerngesellschaften, und stellt sich auf schwierige Verhandlungen ein.
"Trotz wirtschaftlicher Erfolge in der Mehrzahl der Lufthansa-Unternehmen möchte der Konzern kein Geld für die Beschäftigten in die Hand nehmen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky laut der Mitteilung. "Das ist nicht akzeptabel."
Die Gewerkschaft fordert für die Mitarbeiter, die unter anderem beim Check-In, in der Kundenbetreuung, bei der Flugzeugwartung oder in der Verwaltung beschäftigt sind, im Kern 6 Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 250 Euro für die unteren Lohngruppen. Betroffen sind unter anderem die Kernmarke Lufthansa, die Technik- und das Cargo-Geschäft sowie die IT-Sparte Lufthansa Systems.
Zudem sollen die technischen Berufsbilder aufgewertet, die Absenkung der Gehaltstabellen in der Frachtsparte rückgängig gemacht und bislang nicht tarifierte, zuletzt einseitig vom Arbeitgeber gestrichene Gehaltsbestandteile in der Logistik per Tarifvertrag verbindlich geregelt werden. Beschäftigte der Passagierabfertigung am den Flughäfen in Frankfurt am Main und in München sollen vor einer Verschiebung in Tochtergesellschaften mit geringerer Bezahlung geschützt werden.
Die Lufthansa-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 2,19 Prozent höher bei 8,40 Euro.
(dpa-AFX)/Dow Jones Newswires
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