Novo Nordisk nach Erholung seit Jahresstart: Wird die Zollkeule zum Belastungsfaktor für die Aktie?
• Zolldrohungen erhöhen Unsicherheit für Novo Nordisk-Aktie
• US-Markt zentral für Umsatz, Margen und Bewertung
• Kursrückgang verstärkt durch geopolitische und Konkurrenzrisiken
Die Zolldrohungen von Donald Trump und die angedrohten Gegenmaßnahmen der EU treffen den dänischen Pharmariesen Novo Nordisk an einem wunden Punkt: Das US Geschäft ist zentral für Wachstum und Profitabilität, gleichzeitig steht die Aktie ohnehin im Spannungsfeld von Bewertungsfragen und Regulierung. Kurzfristig erhöhen die Drohungen die Kursvolatilität massiv, mittelfristig zwingen sie Novo Nordisk zu strategischen Entscheidungen bei Produktion, Preisen und Marktprioritäten.
US-Markt mit großer Bedeutung für Novo Nordisk
Novo Nordisk erzielt einen großen Teil seiner Umsätze mit Diabetes und Adipositasmedikamenten wie Ozempic und Wegovy in den USA, wo Preise und Margen deutlich höher sind als in Europa. Der US Markt ist damit nicht nur Umsatztreiber, sondern auch zentral für die hohe Bewertung der Aktie, die stark auf langfristiges Wachstum in diesem Segment setzt. Die hohen US-Preise sorgten bislang für überdurchschnittliche Margen, insbesondere vor dem Hintergrund dass die Nachfrage nach Abnehm- und Diabetesmitteln strukturell stark bleibt.
Grönland-Streit verschärft die Lage für die Dänen
Trump hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt mit drastischen Zöllen auf Arzneimittelimporte und nun zusätzlich mit breiten Strafzöllen auf Waren aus mehreren europäischen Ländern gedroht, zu denen auch Dänemark gehört. In einer Phase, in der er zugleich deutlich niedrigere Medikamentenpreise fordert, verschärft dies den Druck auf die Margen von Novo Nordisk gleich doppelt.
Wie belastend sich politische Entwicklungen aber auch die starke Konkurrenz durch den US-Konzern Eli Lilly auswirken, macht ein Blick auf den Aktienkurs deutlich: Auf Sicht der letzten zwölf Monate hat die Novo Nordisk-Aktie mehr als ein Drittel an Wert eingebüßt. Die Erholung, die der Anteilsschein seit Jahresstart 2026 aufs Parkett legt, steht auf tönernen Füßen - insbesondere dann, wenn sich der Streit um Grönland in einen Zollkrieg ausweitetet, in dessen Rahmen sich die USA und die EU mit gegenseitigen Strafzöllen überziehen. Bereits am Montag drückt der Konflikt auf den Anteilsschein: Im Heimathandel verlor die Novo Nordisk-Aktie schlussendlich 2,92 Prozent auf 377,55 DKK.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: Novo Nordisk, JHVEPhoto / Shutterstock.com
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