Metaplanet vs. Strategy: Welche Bitcoin-Aktie ist die bessere Wahl?
• Strategy hält laut Bitcoin Treasuries 687.410 BTC im Wert von rund 65,6 Milliarden US-Dollar
• Der durchschnittliche Kaufpreis von Strategy liegt bei 75.355 US-Dollar pro Bitcoin
• Metaplanet ist mit 35.102 BTC der größte börsennotierte Bitcoin-Halter Asiens
Zwei Unternehmen, eine Strategie, unterschiedliche Risiken
Strategy, das im Februar 2025 umbenannte Unternehmen (ehemals MicroStrategy), gilt als Pionier unter den börsennotierten Bitcoin-Käufern. Wie aus Daten von Bitcoin Treasuries hervorgeht, hält das Unternehmen von Michael Saylor mittlerweile 687.410 BTC im Wert von rund 65,6 Milliarden US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 75.355 US-Dollar pro Coin. Allein Anfang Januar 2026 stockte Strategy seinen Bestand um weitere 13.627 BTC für etwa 1,2 Milliarden US-Dollar auf.
Doch genau hier liegt das Problem: Strategy finanziert seine aggressiven Zukäufe primär über die Ausgabe neuer Aktien. Laut Bitcoin Treasuries beträgt der sogenannte mNAV-Wert (Multiple to Net Asset Value), also das Verhältnis zwischen Börsenbewertung und dem inneren Wert der gehaltenen Bitcoins, derzeit nur noch 0,75. Sinkt dieser Wert unter 1,0, würden neue Kapitalerhöhungen die Altaktionäre massiv verwässern, was weitere Finanzierungsrunden nahezu unmöglich machen könnte.
Metaplanets struktureller Vorteil: der schwache Yen
Hier kommt das japanische Unternehmen Metaplanet ins Spiel. Als größter börsennotierter Bitcoin-Halter Asiens verfügt das Unternehmen laut Bitcoin Treasuries über 35.102 BTC im Wert von rund 3,35 Milliarden US-Dollar. Der entscheidende Unterschied: Metaplanet weist einen mNAV von 1,31 auf, also deutlich höher als Strategy.
Der Krypto-Analyst Adam Livingston sieht einen strukturellen Vorteil in der Währungssituation, wie wallstreet-online berichtet. Während Strategy seine Verbindlichkeiten in US-Dollar bedient, zahlt Metaplanet seine Kupons in japanischen Yen. Da der Yen sowohl gegenüber Bitcoin als auch gegenüber dem US-Dollar an Wert verliert, sinken die realen, in Bitcoin denominierten Kosten von Metaplanets Anleihen stetig. Strategys US-Dollar-Verbindlichkeiten hingegen bleiben stabiler.
Finanzierungsmechanismen im Vergleich
Wie CoinDesk am 14. Januar 2026 berichtete, nähert sich Metaplanets Aktienkurs der kritischen Marke von 637 Yen, ab der das Unternehmen sein sogenanntes "Moving Strike Warrant"-Programm reaktivieren kann. Dieses Programm ermöglicht die Ausgabe von bis zu 210 Millionen neuen Aktien in zwei Tranchen, deren Erlöse direkt in Bitcoin-Käufe fließen würden. Bei einem mNAV über 1,0 ist diese Verwässerung für Altaktionäre wertschaffend statt wertvernichtend.
Strategy hingegen steht vor einem Dilemma: Ohne nennenswerte operative Cashflows ist das Unternehmen vollständig auf den Kapitalmarkt angewiesen. Sollte der Bitcoin-Kurs korrigieren und der mNAV weiter unter 1,0 fallen, könnte sich die wichtigste Geldquelle des Unternehmens erschöpfen. Für Anleger, die einen gehebelten Zugang zu Bitcoin suchen, könnte Metaplanet mit seinem günstigeren mNAV und dem Währungsvorteil die attraktivere Alternative darstellen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie das Währungsrisiko des Yen und die geringere Liquidität der japanischen Aktie in Kauf nehmen.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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