FRIEDRICH VORWERK-Aktie stark: Umsatz und Ergebnis legt 2025 deutlich zu

26.01.2026 10:32:38

Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen FRIEDRICH VORWERK hat nach einem kräftigen Schlussspurt seine eigenen Ziele für das vergangene Jahr übertroffen.

Von der guten Geschäftsentwicklung profitiert auch die Beteiligungsgesellschaft MBB, die gut die Hälfte des Unternehmens hält. Das familiengeführte Unternehmen legte 2025 ebenfalls zu und übertraf sein Gewinnziel. An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die Aktien beider Unternehmen gewannen im Handel.

Die Papiere von FRIEDRICH VORWERK legten zuletzt um rund 4,5 Prozent auf 93,60 Euro zu. Allein 2025 hat sich der Wert der Papiere etwa verdreifacht. Die Aktien von MBB verteuerten sich zum Wochenauftakt um mehr als sieben Prozent auf 214,50 Euro und steuerten damit wieder auf ihr jüngstes Rekordhoch von 216 Euro zu. Im vergangenen Jahr hatte sich der Kurs fast verdoppelt.

FRIEDRICH VORWERK hat nach einem kräftigen Schlussspurt seine eigenen Ziele für das vergangene Jahr übertroffen. Der Umsatz legte 2025 im Jahresvergleich auf Basis vorläufiger Zahlen um gut 41 Prozent auf 704,3 Millionen Euro zu, wie das SDAX-Unternehmen am Montag überraschend mitteilte. Zuletzt hatte FRIEDRICH VORWERK Erlöse von 650 Millionen bis 680 Millionen Euro im Visier.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hat sich mit 163,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die entsprechende Marge betrug 23,2 Prozent. Zuletzt hatte das Unternehmen hier mit 20 bis 22 Prozent kalkuliert. Die Tostedter begründeten die gute Geschäftsentwicklung vor allem mit einem starken Schlussquartal. In diesem habe das Unternehmen unter anderem von günstigen Witterungsbedingungen und erfolgreichen Abschlüssen bei Projekten profitiert. Ende 2025 belief sich der Auftragsbestand auf gut eine Milliarde Euro.

Aber auch die Kapitalausstattung verbesserte sich dank der guten Geschäftsentwicklung deutlich. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich den Angaben zufolge um mehr als 100 Millionen auf 279,7 Millionen Euro. Die gestiegene Nettoliquidität auf knapp 262 Millionen Euro zum Jahresende sowie die höhere Mitarbeiterzahl bildeten eine hervorragende Basis für die Fortsetzung des Wachstumskurses, hieß es.

Von der guten Geschäftsentwicklung hat auch die Beteiligungsgesellschaft MBB profitiert, die größter Aktionär beim Infrastrukturunternehmen FRIEDRICH VORWERK ist. Der Umsatz kletterte 2025 im Jahresvergleich nach vorläufigen Berechnungen um 9,3 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, wie das im SDAX gelistete Unternehmen ebenfalls überraschend mitteilte. Damit traf das Unternehmen sein zuletzt anvisiertes Ziel von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zog um knapp 42 Prozent auf 211 Millionen Euro an. Die entsprechende Marge erhöhte sich um 4 Prozentpunkte auf rund 18 Prozent. Damit übertrafen die Berliner ihre eigene Prognose von 15 bis 17 Prozent. Dazu habe vor allem die gute Geschäftsentwicklung im Schlussquartal der Töchter FRIEDRICH VORWERK, Aumann und Delignit beigetragen, hieß es.

Beide Unternehmen wollen am 31. März jeweils den Geschäftsbericht für 2025 vorlegen.

/mne/err/men

TOSTEDT (dpa-AFX)

Bildquelle: FRIEDRICH VORWERK

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