Berkshire Hathaway-Aktie: Nach Buffett-Rücktritt - öffnet sich das Unternehmen jetzt für Bitcoin?
• Rücktritt von Warren Buffet nach 60 Jahren bei Berkshire Hathaway
• Buffett stand Bitcoin skeptisch gegenüber und investierte nicht in die Kryptowährung
• Unter seinem Nachfolger Greg Abel könnte sich die Krypto-Strategie womöglich ändern
Nachdem der Berkshire Hathaway-CEO Warren Buffet Anfang Januar 2026 als Geschäftsführer zurückgetreten ist, machten sich Spekulation über mögliche Investitionen in Bitcoin breit. Das Investment- und Holdingunternehmen hat unter der Leitung von Buffett jegliche Investition in Kryptowährungen abgelehnt. Unter neuer Leitung von Greg Abel könnte das Unternehmen nun einen Strategiewechsel vollziehen.
"Orakel von Omaha" verlässt Berkshire Hathaway nach 60 Jahren
Die 95-jährige Investorenlegende verwandelte die einstige Textilfirma in einen 1,1 Billionen US-Dollar schweren Investmentgiganten.
Auch nach Jahrzehnten an der Spitze des Finanzriesen blieb er bei Anlagen in Kryptowährungen zurückhaltend. Selbst angesichts der weltweiten Bitcoin-Begeisterung zeigte er sich weiterhin kritisch: Buffett hält Bitcoin für unproduktiv und wertlos. Besonders der geringe praktische Nutzen der Kryptowährung ließ ihn skeptisch bleiben. Er erklärte, dass sich nicht absehen lasse, ob der Kurs kurzfristig oder erst langfristig steigen oder fallen werde, und dass Bitcoin zudem nicht wachse und keinen echten Wert erbringe - ähnlich wie bei seiner Bewertung von Gold, berichtet BTC-ECHO.
Neue Leitung - neue Möglichkeiten?
Unter seinem Nachfolger Greg Abel könnte sich das ändern: Schon ein Prozent der Cashreserve von 382 Milliarden US-Dollar des im S&P 500 gelisteten Unternehmens würde ausreichen, um tausende Bitcoins zu kaufen, so BTC-ECHO. Ob Abel Buffets konservative Linie fortsetzt oder erstmals Krypto ins Visier nimmt, bleibt abzuwarten.
Sinkende Zinsen treiben die Kosten ungenutzter Liquidität in die Höhe und bieten damit weiteren Spekulationsanlass darüber, welche Richtung Buffetts Nachfolger einschlagen könnte, berichtet BeInCrypto.
Nu Holdings als Einstieg in digitale Vermögenswerte?
Berkshire Hathaway hält Anteile an der brasilianischen Digitalbank Nu Holdings, die im Krypto-Segment aktiv ist. Die Beteiligung hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen: Seit der Erstinvestition von 500 Millionen US-Dollar im Jahr 2021 und einer zusätzlichen Investition von 250 Millionen US-Dollar ist der Wert deutlich gestiegen, allein 2025 kletterten die Aktien um mehr als 50 Prozent, berichtet BeInCrypto.
Vorsichtige Strategie - aber offen für Neues?
Berkshire Hathaway fährt derzeit eine vorsichtige Linie: In den letzten drei Jahren verkaufte das Unternehmen Aktien im Wert von rund 184 Milliarden US-Dollar. Zusammen mit den finanziellen Rücklagen von 382 Milliarden US-Dollar und kurzfristigen Staatsanleihen verfügt das Unternehmen über ein enormes Finanzpolster, das Marktkrisen abfedern oder gezielt Chancen nutzen kann, berichtet BeInCrypto.
Ob Berkshire Hathaway unter der neuen Leitung tatsächlich in Kryptowährungen investieren wird oder Buffetts Kurs beibehalten wird, ist noch ungewiss - doch die bisherigen Investments und die wachsende Liquidität könnten mögliche Hinweise auf eine neue Strategie geben.
Redaktion finanzen.net
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