Novo Nordisk von Analyst abgestraft - Aktie reagiert mit Verlusten
• Jefferies belässt Novo Nordisk auf "Underperform"
• Zweifel an Wachstumseffekten von Wegovy
• Quartalszahlen Anfang Februar rücken in den Fokus
Das Jahr 2026 ist für Novo Nordisk-Anleger bislang erfolgreich: Fast 20 Prozent konnte die Aktie des dänischen Pharmariesen an der Heimatbörse im bisherigen Jahresverlauf bereits an Wert gewinnen. Doch am Mittwoch dreht die Stimmung, die Aktie rutscht zeitweise um 1,34 Prozent auf 384,30 DKK ins Minus.
Analyst als Belastungsfaktor
Dabei ist es insbesondere eine Analystenbewertung, die sich belastend auf den Aktienkurs von Novo Nordisk auswirkt. Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Novo Nordisk auf "Underperform" mit einem Kursziel von 270 dänischen Kronen belassen. Hauptsächlicher Kurstreiber der Aktien seien die wöchentlichen Marktdaten zum Abnehmmittel Wegovy, schrieb Michael Leuchten in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Trotz starker Volumina zum Jahresbeginn dürfte das die Geschäftsergebnisse des dänischen Pharmakonzerns in diesem Jahr jedoch nicht nach oben treiben, und wohl auch nicht im kommenden Jahr, so das ernüchternde Urteil des Experten.
Anfang Februar stehen bei Novo Nordisk die Quartalszahlen auf der Agenda. Sollten diese die Argumentation des Jefferies-Analysten untermauern, könnte sich dies als Belastungsfaktor für die Aktie erweisen.
Starke Konkurrenz bleibt strategisch im Fokus
Im Blick der Anleger bleibt zudem insbesondere die Entwicklung im Bereich der Abnehmmedikation. Zuletzt hatte Novo Nordisk mit seiner Wegovy-Pille, die erstmals als orale Version verfügbar gemacht wurde, hier gegenüber dem US-Konkurrenten Eli Lilly die Nase vorn. Anleger setzen auf die Erschließung neuer Patientengruppen. Doch der US-Pharmariese sicherte sich zuletzt mit seiner hauseigenen Abnehmspritze "Mounjaro" immer mehr Marktanteile.
Besonders kritisch beobachten Anleger zudem die aktuellen Entwicklungen an der Zollfront. Sollte US-Präsident Trump die im Zusammenhang mit seinen Grönland-Plänen verhängten Strafzölle gegen zahlreiche EU-Länder wahrmachen, dürfte dies auch den dänischen Pharmariesen empfindlich treffen, denn das US-Geschäft ist für Novo Nordisk in Sachen Wachstum und Profitabilität zentral.
Redaktion finanzen.net
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