Glencore-Aktie fällt: Jahresziel bei der Kohleförderung verringert

30.04.2025 17:16:00

Glencore hat seine Produktionsprognose für Kraftwerkskohle in diesem Jahr gesenkt, nachdem die Förderung in den ersten drei Monaten leicht zurückgegangen ist.

Wegen der Förderkürzung in der Cerrejon-Mine in Kolumbien senkte das anglo-schweizerische Bergbauunternehmen seine Jahresprognose um 5 Millionen Tonnen und rechnet nun für 2025 damit, 87 bis 95 Millionen Tonnen Kohle für die Energieerzeugung zu fördern.

Deren Förderung ging im ersten Quartal um 7 Prozent auf 23,4 Millionen Tonnen zurück, was wiederum der geplanten Schließung zweier Minen in Australien geschuldet ist.

Die Kupferproduktion von Glencore fiel im ersten Quartal um 30 Prozent auf 167.900 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Zinkproduktion stieg unterdessen um 4 Prozent auf 213.600 Tonnen. Die Nickelproduktion fiel um 21 Prozent auf 18.800 Tonnen, während die Ferrochrommenge um 7 Prozent auf 277.000 Tonnen zurückging.

Glencore rechnet den Angaben zufolge über das gesamte Jahr hinweg mit einer deutlich besseren Leistung.

Angepeilt werde ein bereinigter Gewinn vor Zinsen und Steuern in der Mitte der langfristigen Jahresprognose von 2,2 bis 3,2 Milliarden Dollar.

Glencore-Aktie unter Druck

Aktien von Glencore geraten am Mittwoch unter Druck. Nach Vorlage des Produktionsberichts für das erste Quartal geht es am Mittwoch in London zeitweise um 7,16 Prozent abwärts auf 2,45 Pfund. Die Aktie knüpft damit an ihre mittelfristige Schwäche an. Von den Hochs im vergangenen Jahr ist der Kurs um rund 50 Prozent gesunken.

Glencore hatte im ersten Quartal mehrheitlich geringere Fördermengen verzeichnet. Das Zuger Unternehmen förderte weniger Kupfer, Kraftwerkskohle, Nickel, Gold und Silber, aber deutlich mehr Kobalt und Kokskohle als ein Jahr zuvor.

Zudem rechnet der Konzern mit weiter sinkenden Gewinnen angesichts der unsicheren weltwirtschaftlichen Lage. Die Gewinne aus der Rohstoff-Vermarktung dürften in diesem Jahr erneut zurückgehen. Das Unternehmen verwies hierfür auch auf eine zunehmende Verunsicherung über den Zustand der weltweiten Konjunktur.

Die Analysten von JPMorgan äußerten sich enttäuscht zu den Produktionszahlen, die sich sowohl unter den eigenen als auch unter den Konsensschätzungen bewegten.

DOW JONES / dpa-AFX

Bildquelle: Glencore, 360b / Shutterstock.com

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