Aktien von Infineon, ASML, SK hynix und Samsung erholen sich von Korrektur - Das steckt dahinter
Infineon-Aktien gewannen auf XETRA letztlich 0,65 Prozent auf 41,88 Euro nach zwischenzeitlich deutlichen Verlusten. ASML notierten in Amsterdam 0,76 Prozent höher bei 1.224,80 Euro, auch hier war es zuvor zeitweise abwärts gegangen. BE Semiconductor Industries notierten nach zwischenzeitlichen Verlusten schließlich 0,06 Prozent im Plus bei 164,60 Euro nach.
In Asien waren zuvor sehr stark gelaufene Papiere aus der Halbleiterbranche eingeknickt: In Südkorea etwa rutschten Samsung um 6,29 Prozent auf 150,400 KRW ab und SK hynix um 8,69 Prozent auf 830,000 KRW.
Auslöser für die zeitweise deutlichen Verluste war die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Chef der US-Notenbank Fed durch Präsident Donald Trump. Warsh gilt eigentlich als sogenannter Falke, der eher zu einem restriktiveren Zinspfad tendiert, um so die Inflation in den Griff zu bekommen. Zinssenkungsfantasien erhielten dadurch einen Dämpfer. In der Folge brachen die Preise für Gold und Silber ein - allerdings waren sie zuvor - auch getrieben von immer mehr Spekulanten - auch massiv gestiegen. Börsianer sprechen daher eher vom Ablassen heißer Luft, als von einem echten Trendwechsel.
Spekulanten, die mit Kredit auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, geraten durch den Preisverfall unter Druck und müssen Positionen verkaufen, um eine zu große Schieflage zu verhindern. Gerade Hedgefonds können daher gezwungen sein, auch Teile ihrer Anlagen wie Aktien zu veräußern. Damit setzen die Turbulenzen an den Metallmärkten auch Aktienmärkte zumindest vorübergehend unter Druck.
Die Analysten von Morgan Stanley blicken derweil fundamental betrachtet positiv auf Infineon und hoben das Kursziel von 45 auf 54 Euro an. Ihre Einschätzung bleibt "Overweight". Die Analysten der US-Bank sehen im Bau und Ausbau von Rechenzentren einen strukturellen Wachstumsmotor für den Chip-Hersteller.
FRANKFURT (dpa-AFX)
Bildquelle: ASML