DroneShield-Aktie stürzt nach Kursrally ab - JPMorgan kein wesentlicher Anteilseigner mehr
• DroneShield-Aktie rutscht ab
• Rücksetzer nach starken Gewinnen in den letzten 12 Monaten
• JPMorgan kein wesentlicher Anteilseigner mehr
Die DroneShield-Aktie ist am Donnerstag an der Börse in Sydney erneut unter Druck geraten. So ging es hier letztlich 8,33 Prozent auf 3,190 AUD nach unten. Schon am Mittwoch war die Aktie letztlich 6,45 Prozent abgerutscht. Noch haben Anleger jedoch seit Jahresbeginn ein Plus von 3,57 Prozent in ihren Depots. In den letzten zwölf Monaten ging es gar 390,77 Prozent nach oben.
JPMorgan zieht sich zurück: Großbank gibt Schlüsselposition bei DroneShield auf
JPMorgan Chase & Co. hat seine bedeutende Beteiligung am australischen Drohnenabwehr-Spezialisten DroneShield Limited aufgegeben. Seit dem 30. Januar 2026 hält die US-Großbank zusammen mit ihren verbundenen Unternehmen keine wesentliche Anteilseignerposition mehr an dem Drohenhersteller. Der Rückzug erfolgte durch eine Serie von Transaktionen und Wertpapierleihgeschäften verschiedener JPMorgan-Einheiten.
Schwelle für Großaktionäre unterschritten
Die gemeinsame relevante Beteiligung der JPMorgan-Gruppe ist unter die gesetzlich festgelegte Schwelle für wesentliche Beteiligungen gefallen. Dies geht aus einer offiziellen Mitteilung hervor, die das Finanzinstitut eingereicht hat. Der Schritt markiert das Ende des Status als Großaktionär bei DroneShield.
Auswirkungen auf die Aktionärsstruktur
Der Ausstieg von JPMorgan könnte die Eigentümerstruktur von DroneShield deutlich verändern, so TipRanks. So könnte eine mögliche Verbreiterung der Aktionärsbasis des Unternehmens die Folge sein. Gleichzeitig dürfte sich der Einfluss großer institutioneller Investoren auf das Aktienregister des Drohnenabwehr-Spezialisten verringern.
Vom Nischenanbieter zum globalen Rüstungs-Tech-Player
DroneShield hat sich vom spezialisierten Drohnenabwehr-Anbieter zu einem internationalen Schwergewicht entwickelt. Das Unternehmen liefert Lösungen zur Erkennung und Neutralisierung unbemannter Luftfahrzeuge - basierend auf Funkerkennung, Künstlicher Intelligenz, Sensorfusion und elektronischer Störung. Zum Arsenal gehören tragbare Störsender wie die DroneGun-Reihe, stationäre Systeme für kritische Infrastruktur und modulare Plattformen für militärische Führungssysteme. Die Produkte sind in über 40 Ländern im Einsatz, darunter auch in Konfliktzonen wie der Ukraine.
Zuletzt hatten starke Geschäftszahlen und eine Kapitalerhöhung für Aufsehen gesorgt.
Militäraufträge im Wert von 14,4 Millionen AUD - Fundament wächst auf 100 Millionen
DroneShield startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Ende 2025 sicherte sich das Unternehmen zusätzliche Militäraufträge über 14,4 Millionen AUD. Damit schwillt das gesicherte Umsatzfundament auf knapp 100 Millionen AUD an. Besonders ins Gewicht fällt ein millionenschwerer europäischer Rahmenvertrag für tragbare Anti-Drohnen-Systeme (C-UAS) - ein Beleg für die wachsende internationale Anerkennung. Ein Teil der Bestellungen soll bereits im ersten Quartal 2026 ausgeliefert werden.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: Droneshield