CSG strebt aufs Börsenparkett - Größter Börsengang der Rüstungsbranche
Der tschechische Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) und sein Eigentümer, der 33-jährige Michal Strnad, wollen Aktien im Gesamtwert von bis zu 3,8 Milliarden Euro auf den Markt bringen. Gemessen an dem geplanten Verkaufspreis von 25 Euro je Aktie könnte CSG insgesamt auf einen Börsenwert von 25 Milliarden Euro kommen. Damit wäre der Hersteller von Militärfahrzeugen und Munition mehr wert als die deutschen Rüstungsunternehmen RENK und HENSOLDT zusammen.
Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg wäre der Börsengang der größte, den jemals zuvor ein Rüstungsunternehmen vollzogen hat. Abnehmer der Aktien sollen durchweg institutionelle Investoren wie Investmentfonds sein. Für sie ist eine Privatplatzierung geplant. Laut ersten Daten überstieg die Nachfrage das Angebot. An diesem Freitag (23. Januar) sollen die Aktien erstmals in Amsterdam gehandelt werden.
Eigentümer Strnad will bei dem Börsengang eigene Anteile im Umfang von 2,55 Milliarden Euro verkaufen. Außerdem plant CSG die Ausgabe neuer Aktien im Umfang von 750 Millionen Euro. Sollte die Nachfrage besonders groß sein, könnte Strnad im Zuge einer Mehrzuteilung weitere Papiere für bis zu knapp 500 Millionen Euro verkaufen.
Das Geschäft von CSG boomt seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das Unternehmen liefert Fahrzeuge und Munition an den angegriffenen Staat. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres erzielte CSG einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Rund ein Viertel davon stammte aus der Ukraine.
Weil europäische Staaten infolge der Bedrohung aus Russland ihre Streitkräfte aufrüsten, ist die Nachfrage nach Rüstungsgütern stark angesprungen. Die Aktien von Unternehmen wie Rheinmetall, HENSOLDT und RENK haben in der Folge immens an Wert zugelegt.
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AMSTERDAM/PRAG (dpa-AFX)
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