Stahlwerte im Aufwind: thyssenkrupp und Salzgitter stark - Aurubis erreicht Rekordhoch
Salzgitter schnellten um fast 8 Prozent auf 43,28 Euro nach oben und damit auf ein Hoch seit April 2022. Der thyssenkrupp-Aktienkurs näherte sich mit einem Anstieg um gut 4 Prozent auf 9,67 Euro wieder dem oberen Ende der seit Oktober bestehenden Handelsspanne. Zuletzt ging es für thyssenkrupp via XETRA um 3,71 Prozent aufwärts auf 9,62 Euro, während Salzigtter-Papiere um 7,77 Prozent zulegen auf 43,26 Euro.
Mit einem Kursgewinn von gut 153 Prozent hatten es die Aktien von Salzgitter 2025 auf den dritten Platz im Nebenwerte-Index SDAX geschafft. Ebenso wie thyssenkrupp profitierten die Papiere des Stahlkochers von der Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft sowie auf weitere Schutzmaßnahmen der EU-Kommission für Europas Stahlwirtschaft, die unter Billigimporten von staatlich subventioniertem China-Stahl leidet. Zudem kommt Salzgitter Rüstungshoffnung zugute, nachdem das Unternehmen vor einigen Monaten als Hersteller von Panzerstahl zertifiziert worden war.
Hinzu kommt bei Salzgitter der starke Lauf des Kupferkonzerns Aurubis, an dem Salzgitter fast 30 Prozent hält. Die Hamburger Kupferhütte profitiert von der hohen Nachfrage nach dem Industriemetall, das für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, für die Elektromobilität sowie die Künstliche Intelligenz unerlässlich ist. Dabei kommt Aurubis auch die Inbetriebnahme eines neuen Standorts in den USA zugute. Die Aktien erreichten denn auch direkt zum Jahresstart ein weiteres Rekordhoch. Via XETRA notierten sie mit zuletzt 125,60 Euro noch 1,13 Prozent im Plus.
thyssenkrupp schafften es 2025 mit einem Kursanstieg um fast 215 Prozent sogar an die Spitze des MDAX, dem Index der mittelgroßen Börsenwerte hierzulande. Neben den Konjunktur- und Protektionismushoffnungen sorgte die Abspaltung des Marineschiffbauers TKMS thyssenkrupp Marine Systems im Oktober für Rückenwind, dessen Bewertung vom Rüstungsboom profitierte.
Für ArcelorMittal ging es am Freitag an der Euronext NV um rund ein Prozent nach oben; die Papiere hatten 2025 ebenfalls stark zugelegt.
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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