Wintercamping: Das sollten Urlauber beachten
Warum Wintercamping reizvoll ist
Abseits der Hauptsaison genießen Camper Ruhe, preislich attraktivere Stellplätze und eine ganz eigene Stimmung in verschneiter Landschaft. Viele Plätze in Europa öffnen speziell für Wintercamper und bieten Angebote für jene, die in der kalten Jahreszeit unter freiem Himmel verweilen möchten. Wer Wintersport, Wanderungen im Schnee oder schlicht Erholung in weißer Landschaft sucht, findet mit winterfestem Camping eine besondere Form des Urlaubs.
Der passende Platz
Nicht jeder Campingplatz ist im Winter nutzbar, wie camping.info betont. Es sei essenziell, einen ganzjährig offenen Campingplatz auszuwählen, der eine geeignete Infrastruktur wie beheizte Sanitäranlagen oder Trockenräume bietet.
Außerdem sei die Lage entscheidend: Plätze in Tallagen sind oft windgeschützter. In Bergregionen sollte dagegen geprüft werden, ob Zufahrtswege freigeräumt werden. Beim Stellplatz sollte darauf geachtet werden, dass der Untergrund tragfähig ist. Nasse oder matschige Flächen seien bei Tauwetter problematisch.
Fahrzeug und Isolation
Für Camping mit Wohnmobil oder Caravan seien robuste Isolierung, gute Heizsysteme und frostsichere Wasserleitungen Pflicht. Außerdem empfehle es sich Frostschutz zu verwenden und den Ablasshahn bei nicht isolierten Außenteilen zu öffnen, damit Leitungen und Tanks nicht einfrieren.
Ausrüstung und Schutz
Beim Wintercamping müssen Schlafsack oder -matte für Wintertemperaturen ausgelegt sein. Dabei ist insbesondere die Komforttemperatur des Schlafsacks ausschlaggebend. Doch nicht nur die Schlafsachen sollten an die Gegebenheiten angepasst werden. Auch die Heringe zum Zeltaufbau sollten sich für schneeige Landschaften eignen, beispielsweise Stahlheringe oder Schneehaken. Gegebenenfalls können Vorzeltstangen und zusätzliche Abspannungen notwendig sein.
Als Heizmöglichkeit sollte eine zuverlässige Heizung wie Elektro oder Petroleum vorhanden sein, so camping.info weiter. Ein Vorzelt könne zusätzlichen Schutz bieten. Wasser zum Kochen sollte nicht aus Gas betriebenen Geräten stammen, die bei tiefen Temperaturen versagen. Hier sind laut Obelink Benzin- oder Petroleumbrenner geeigneter.
Kleidung und Hygiene
Auch die Kleidung sollte an die Wetterbedingungen angepasst werden, weshalb das so genannte Drei-Schichten-System (Basisschicht, Isolierschicht, äußerer Wetterschutz) auch beim Wintercamping essenziell ist. Besonders wichtig sind camping.info zufolge Materialien, die Feuchtigkeit ableiten. Dazu zähle unter anderem Merinowolle.
Sollte die Kleidung doch einmal feucht werden, sei es nicht ratsam diese in der Schlafkammer zu lagern, da sie das Schlafklima negativ beeinflussen kann.
Sicherheit im Alltag
Um sicher am Platz anzukommen sind Winterreifen und Schneeketten für das Zugfahrzeug Pflicht. Außerdem sollte das Dach regelmäßig von Schnee befreit werden, um Überlastungen zu vermeiden und bei der Fahrt niemanden zu gefährden.
Auf dem Platz angekommen, sollte das Stromkabel so verlegt sein, dass es beim Schneeräumen nicht beschädigt wird. Beim Einsetzen von Heizungen und beim Betrieb von Fahrzeugen sollte anschließend gelüftet werden, um Kondenswasser und Schimmelbildung zu vermeiden, wie es weiter heißt.
Kosten und Budget im Blick
Zwar sind Winterstellplätze oft günstiger als in der Hauptsaison, dennoch hängt der Preis letztlich von den in Anspruch genommenen Leistungen ab. Viele Wintercampingplätze bieten Sauna, beheizte Einrichtungen oder andere Winteraktivitäten an, die Mehrwert bringen, aber auch Zusatzkosten verursachen können. Wie so oft ist auch hier eine frühzeitige Buchung ratsam, da gut gelegene Plätze schnell ausgebucht sind.
Redaktion finanzen.net
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