Palantir-Aktie: KI-Startup Percepta AI wehrt sich gegen Klage
• Palantir verklagt Percepta AI aufgrund angeblichen Diebstahls vertraulicher Informationen und Abwerbung von Mitarbeitern
• Perceptas Anwälte sehen die Klage als Versuch, das Unternehmen zu schwächen
• Percepta bestreitet die Vorwürfe
Das KI-Startup Percepta AI ist seit Oktober 2025 in einen öffentlichen Rechtsstreit mit dem Tech-Riesen Palantir verwickelt. Im vergangenen Jahr hat Palantir die Führungskräfte des Startups verklagt. Vorwurf: Sie sollen vertrauliche Informationen gestohlen und versucht haben, Top-Mitarbeiter abzuwerben.
Vorwürfe gegen Gründer und Mitarbeiter
Im Oktober 2025 zog Palantir vor Gericht und reichte eine Klage beim Southern District of New York ein. Aus der Klageschrift geht folgender Vorwurf hervor: Das Unternehmen wirft CEO Hirsh Jain sowie Mitgründerin Radha Jain vor, geheime Informationen gestohlen zu haben, um ein Konkurrenzunternehmen aufzubauen. Die Gründer sollen außerdem gezielt Talente abgeworben und "wertvolles geistiges Eigentum" des Unternehmens genutzt haben, heißt es weiter.
Auch eine weitere ehemalige Mitarbeiterin, Joanna Cohen, steht im Zentrum der Vorwürfe: Nach ihrem Rücktritt soll sie vertrauliche Dokumente an sich selbst geschickt und sensible Informationen auf ihrem privaten Telefon gespeichert haben, so die Klageschrift.
Percepta weist Vorwürfe zurück
Bereits im Dezember bestritt Percepta, Palantirs vertrauliche Informationen genutzt zu haben, und bezeichnete die Klage als "grundlos", berichtet CNBC. Laut den Anwälten des Startups ergaben tiefgehende Durchsuchungen keinerlei Hinweise auf Palantir-Materialien, so CNBC weiter. Die von Cohen erstellten Screenshots seien, laut der Anwälte, in "gutem Glauben" angefertigt worden, um ihre Aufgaben zu erledigen und die betreffenden Unterlagen seien für Percepta ohnehin nutzlos und mittlerweile veraltet, heißt es weiter.
Anwälte sprechen von Einschüchterung
Wie CNBC berichtet, werfen Anwälte von Percepta Palantir in einer aktuellen Einreichung vor Gericht Einschüchterung vor:
"Tatsächlich versucht Palantir, andere davon abzuschrecken, das Unternehmen zu verlassen, und Percepta zu zerstören, bevor es weiter wachsen kann."
Außerdem argumentieren sie, dass die nachvertraglichen Vereinbarungen "offensichtlich zu weit gefasst und nicht durchsetzbar" seien und dass Palantirs Auslegung auf eine Behinderung des Wettbewerbs abziele, so der Bericht von CNBC weiter.
Redaktion finanzen.net
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