TRATON-Aktie zieht kräftig an: VW-Tochter erreicht Ziele bei Umsatz und Marge

21.01.2026 11:32:05

Die VW-Nutzfahrzeugholding TRATON hat im vergangenen Geschäftsjahr beim freien Mittelzufluss besser abgeschnitten als gedacht.

Der sogenannte Netto-Cashflow im Fahrzeuggeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet - habe laut vorläufigen Zahlen über der Prognosebandbreite von bis zu 1,5 Milliarden Euro gelegen, teilte die Volkswagen-Tochter am Mittwoch in München mit. Damit liege der Wert auch besser als von Finanzanalysten erwartet, hieß es vom Anbieter mit den Marken MAN, Scania, dem US-Hersteller International und der südamerikanischen VW Truck & Bus.

Bei Umsatz und der bereinigten operativen Gewinnmarge habe TRATON die eigenen Ziele erreicht. Die bereinigte operative Marge habe bei 6,3 Prozent gelegen, hieß es weiter. Zuletzt hatte das TRATON-Management hier das untere Ende der Spanne von 6 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt. Im Vorjahr lag die Marge bei 9,2 Prozent noch fast drei Prozentpunkte höher. Derzeit belastet die Schwäche auf dem nordamerikanischen Markt infolge der Einfuhrzölle von US-Präsident Donald Trump die Branche, auch die Konjunkturschwäche in Europa bremst das Geschäft.

Am Vortag hatte TRATON einen Absatzrückgang von 8,6 Prozent auf rund 305.500 Fahrzeuge vermeldet. Der Umsatz dürfte laut der zuletzt gültigen Prognose bis zu 10 Prozent unter dem Vorjahreswert von 47,5 Milliarden Euro gelegen haben.

TRATON nach Eckdaten im Aufwind - Stützt auch Daimler Truck

Die von TRATON veröffentlichten Eckdaten haben am Mittwoch im Laufe des Vormittags die Aktien nach oben getrieben. Die Titel der VW-Nutzfahrzeugtochter legen via XETRA zeitweise 4,27 Prozent auf 30,78 Euro zu. Auch die Papiere des Konkurrenten Daimler Truck wurden davon etwas gestützt: Sie schafften es zuletzt mit 1,7 Prozent in die Gewinnzone. Volvo zeigte sich mit 0,8 Prozent verhaltener.

TRATON teilte mit, die für 2025 gesteckten Ziele bei Umsatz und Marge erreicht zu haben. Besser als erwartet schnitt der Nutzfahrzeugbauer jedoch beim freien Mittelzufluss ab, der im vergangenen Jahr laut vorläufigen Zahlen über der Prognosebandbreite von bis zu 1,5 Milliarden Euro gelegen hat. Damit übertraf die Barmittelfluss-Kennziffer auch die Markterwartungen.

Analyst Akshat Kacker von JPMorgan schrieb in einem ersten Kommentar, dass vor allem Inventaroptimierungen dazu geführt hätten.

/men/stk

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquelle: TRATON GROUP

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