Euro sinkt nach Höhenflug - die Gründe
Die US-Zinsentscheidung hat den Euro am Mittwoch im amerikanischen Handel nur wenig bewegt. Nach dem deutlichen Kursanstieg am Vortag fiel die Gemeinschaftswährung zur Wochenmitte wieder unter 1,20 US-Dollar und blieb nach der Zinsentscheidung mit zuletzt 1,1930 Dollar auch darunter. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1974 (Dienstag: 1,1929) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8351 (0,8382) Euro gekostet.
Die US-Notenbank veränderte wie erwartet ihre Leitzinsen nicht. Die Zinsspanne bleibt bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Bankvolkswirte hatten diese Entscheidung erwartet. Im vergangenen Jahr hatte die Fed die Leitzinsen dreimal um jeweils 0,25 Prozentpunkte reduziert. Die Notenbank steht weiter unter großem Druck durch US-Präsident Donald Trump, der immer wieder Leitzinssenkungen fordert und Notenbankchef Jerome Powell scharf kritisiert. Dessen Amtszeit endet im Mai.
Die Zinsentscheidung an sich sei keine Überraschung, die Anpassung der schriftlichen Formulierung zum Arbeitsmarkt aber schon, kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. So sei das Downside Risiko ersatzlos gestrichen worden und die zusätzliche Betonung einer Stabilisierung mache eine Zinssenkung während der verbleibenden Amtszeit von Jerome Powell noch unwahrscheinlicher. Marktteilnehmer müssten wohl mindestens bis zur ersten Sitzung unter einem Nachfolger im Juni warten.
NEW YORK (dpa-AFX)
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