Neuerungen und Gesetze - Das ändert sich im Februar

26.01.2026 03:34:15

Kein Neustart, aber mehrere Stellschrauben: Im Februar greifen neue Regelungen bei Photovoltaik, im Zahlungsverkehr innerhalb Europas und bei sozialen Abgaben. Manche Änderungen wirken leise, andere machen sich direkt im Portemonnaie bemerkbar.

Photovoltaik: Einspeisevergütung sinkt zum Stichtag

Zum Monatswechsel gibt es eine Feinjustierung bei der Förderung kleiner Photovoltaikanlagen. Wer eine Anlage mit bis zu 10 Kilowatt Leistung betreibt und ausschließlich den überschüssigen Strom ins Netz einspeist, erhält eine feste Einspeisevergütung, deren Höhe an klar definierte Stichtage gekoppelt ist.

Für Anlagen, die bis zum 31. Januar in Betrieb gehen, liegt die Vergütung bei 7,86 Cent pro Kilowattstunde. Ab dem 1. Februar sinkt der Satz um ein Prozent, ein weiterer Abschlag ist zum 1. August vorgesehen. Die jeweils gültigen Werte werden zu den festgelegten Terminen offiziell veröffentlicht. Für den Februar ist voraussichtlich mit rund 7,78 Cent pro Kilowattstunde zu rechnen.

Euro ersetzt den Lew vollständig

Mit dem Monatswechsel wird in Bulgarien ein letzter Schritt vollzogen, der für Verbraucher wie Reisende vor allem Vereinfachungen bringt. Der Euro wird zum alleinigen gesetzlichen Zahlungsmittel, die Übergangsphase mit paralleler Nutzung der bisherigen Landeswährung endet. Damit verschwindet der Lew endgültig aus dem Zahlungsverkehr, nachdem er zuvor noch weiterverwendet werden konnte.

Der Umtausch erfolgt zu einem festen Wechselkurs von 1,95583 Lew je Euro. Dieser Kurs ist nicht neu, sondern seit Jahren festgeschrieben und entspricht exakt dem historischen Umrechnungskurs der D-Mark zum Euro. Für den Alltag bedeutet das laut Deutsche Presse-Agentur (dpa): Preise lassen sich ohne Umrechnung vergleichen, Bargeldtausch wird überflüssig und Kartenzahlungen werden unkomplizierter - insbesondere für Besucher und Urlauber in Bulgarien.

Beginn des Fastenmonats Ramadan

Für viele Menschen in Deutschland markiert der Februar den Start einer religiös geprägten Zeit. Rund fünfeinhalb Millionen Muslime beginnen am 18. Februar mit dem Fastenmonat Ramadan. Der genaue Beginn ist nicht kalenderfest, sondern richtet sich nach der Sichtung der Neumondsichel und kann je nach Region leicht abweichen.

Während des Ramadans verzichten gläubige Muslime tagsüber - vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang - auf Essen, Trinken, Rauchen und sexuelle Aktivitäten. Der Abend steht traditionell im Zeichen des gemeinsamen Fastenbrechens im Familien- und Freundeskreis. Nach dem Ende des Fastenmonats folgt das Fest des Fastenbrechens, auch als Zuckerfest bekannt.

Kurzer Februar mit weniger Arbeitstagen

Der Februar fällt in diesem Jahr besonders kompakt aus. Ein zusätzlicher Kalendertag entfällt, da es sich nicht um ein Schaltjahr handelt und der Monat regulär nach dem 28. endet. Für Beschäftigte und Unternehmen wirkt sich das unmittelbar auf den Arbeitsrhythmus aus: Rechnerisch kommen rund 20 Arbeitstage zusammen. Das kann Auswirkungen auf Arbeitsvolumen, Abrechnungszeiträume und Monatsplanungen haben - etwa bei Lohnzahlungen, Projektfristen oder Terminlagen.

Rente, Krankenversicherung und Lebenshaltung: Effekte zeigen sich verzögert

Im Februar werden bei vielen Rentnern erstmals finanzielle Veränderungen sichtbar, die formell bereits zuvor angestoßen wurden, sich aber zeitlich verzögert auswirken. Das betrifft vor allem Abzüge und Zahlbeträge, die jetzt erstmals korrekt verrechnet oder abgebucht werden. So schlagen angepasste Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung bei Rentnern häufig erst in der laufenden Rentenzahlung durch, weil die Abrechnung nicht sofort erfolgt, wie der Merkur berichtet. Auch neue Renten beginnen für bestimmte Jahrgänge zum 1. Februar, sofern alle Anspruchsvoraussetzungen zu Monatsbeginn erfüllt sind. Zusätzlich zeigen sich bei privat Pflegeversicherten höhere Beiträge oft erst mit den regulären Abbuchungen in diesem Monat. Beim Grundrentenzuschlag können turnusmäßige Einkommensprüfungen ebenfalls jetzt zu veränderten Zahlbeträgen führen. Insgesamt wird der Februar damit für viele Haushalte zu einem ersten Realitätscheck der laufenden Belastungen.

Redaktion finanzen.net

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