Intesa-Aktie dreht ins Plus: Bank will bis 2029 mit Abbau von 6.100 Stellen Kosten senken
Gleichzeitig will die Bank eine Summe in Höhe von fast die Hälfte ihres Marktwertes über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre ausschütten.
Italiens nach Vermögenswerten größte Bank teilte am Montag mit, dass bis 2029 rund 12.400 Mitarbeiter - hauptsächlich in Italien - das Unternehmen verlassen sollen, gleichzeitig aber 6.300 Neueinstellungen geplant sind. Der Nettoabbau entspricht etwa 6,7 Prozent der Belegschaft, die zum 30. September 2022 rund 90.700 Mitarbeiter zählte.
Im Zeitraum 2025 bis 2029 sollen insgesamt rund 50 Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden, was fast der Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung entspricht.
Die Bank peilt eine Steigerung des Nettogewinns auf mehr als 11,5 Milliarden Euro im Jahr 2029 an, nach 9,32 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. In den nächsten vier Jahren sind Kosteneinsparungen von 1,6 Milliarden Euro und Investitionen in Höhe von 5,1 Milliarden Euro geplant.
Das Kreditinstitut versucht, ein Gleichgewicht zwischen Umsatz- und Gewinnwachstum und der kontinuierlichen Rückgabe von überschüssigem Kapital an die Aktionäre zu finden, insbesondere in Zeiten sinkender Zinsen.
Als Intesa im Februar 2022 zuletzt einen Strategieplan vorstellte, lagen die Zinssätze in der Eurozone noch im negativen Bereich. Später leitete die Europäische Zentralbank eine historische Serie von Zinserhöhungen ein, die den Leitzins auf ein Rekordhoch brachten. Dies bescherte Intesa und anderen Kreditinstituten in der Eurozone unerwartete Gewinne und ebnete den Weg für eine Rallye bei Bankaktien.
An der Börse in Mailand gewinnt die Intesa-Aktie zeitweise 0,34 Prozent auf 5,99 Euro.
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