Bitcoin-Verkäufe von Riot Platforms im Dezember auf Rekordniveau
• Bitcoin kann sich noch nicht von Trump-Schock erholen
• Erlöse von Bitcoin-Minern unter Druck
• Riot Platforms verkauft im Dezember Bitcoin in Rekordvolumen
Mit derzeit (Stand: 26.01.2026) rund 88.087 US-Dollar ist der Bitcoinkurs weit entfernt von seinem im Oktober erreichten Rekordhoch bei über 126.000 Dollar. Auch insgesamt war 2025 ein schwaches Jahr für die Ur-Kryptowährung mit einem Jahresverlust von über sieben Prozent. Es war erst das vierte Verlustjahr in der noch jungen Geschichte der Digitalwährung, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) unter Berufung auf Bloomberg-Daten vermeldete.
Donald Trump schockt die Märkte
Am 10. Oktober 2025 löste jedoch Donald Trump massive Marktreaktionen aus. So kündigte der US-Präsident unter anderem Zölle auf chinesische Importe und Exportkontrollen für seltene Erden an. Diese unerwarteten Maßnahmen erschütterten die globalen Finanzmärkte. Angesichts der Unsicherheit legten Anleger ihr Kapital in krisensichere Anlagen wie Gold und US-Staatsanleihen an, so ein Bericht von Reuters. Auch die älteste und bekannteste Kryptowährung geriet unter die Räder.
Riot Platforms meldet Rekordverkauf von Bitcoin
Wie stark Krypto-Investoren derzeit verunsichert sind, zeigt sich sehr deutlich am Beispiel von Riot Platforms. Der Bitcoin-Miner teilte Anfang Januar in einer Pressemitteilung mit, dass er sich im Dezember insgesamt von 1.818 Bitcoin getrennt hat. Wie "BTC Echo" berichtet, war dies der bislang größte monatliche Verkauf des Unternehmens. Zum Vergleich: Im Vormonat November wurden zwar auch Bitcoin abgestoßen, aber da waren es nur 383 Coins.
Bei einem durchschnittlich erzielten Verkaufspreis von 88.870 US-Dollar je Bitcoin konnten im Dezember in der Summe 161,6 Millionen US-Dollar eingenommen werden. Da im Berichtsmonat gleichzeitig 460 Bitcoin produziert wurden, besitzt Riot Platforms nun noch einen Bestand von 18.005 Bitcoin.
Sinkende Mining-Erlöse
Wie "BTC Echo" erläutert, fällt dieser Rekordverkauf in eine Phase deutlich schrumpfender Mining-Profitabilität. Die Hashprice-Kennzahl bewegte sich laut Datenlage über weite Strecken des vergangenen Quartals nahe der Zyklustiefs, so das Nachrichtenportal.
Vor diesem Hintergrund hätten auch andere Miner im Dezember ihre Bestände zurückgefahren. CleanSpark beispielsweise habe 577 Bitcoin für durchschnittlich 89.210 US-Dollar veräußert und besitze nun nur noch 13.099 der digitalen Münzen.
Jüngste geopolitische Unsicherheiten
Nach Jahresbeginn 2026 konnte sich der Bitcoin vor dem Hintergrund eines angespannten globalen Umfelds zunächst wieder etwas erholen. Auf den US-Militärschlag gegen Venezuela kurz nach dem Jahreswechsel folgten wenige Tage später die Aufstände im Iran sowie die Verschärfung des Streits um Grönland. Nach dpa-Angaben sahen Marktbeobachter die zwischenzeitlichen Kursgewinne bei Kryptowährungen unter anderem als eine Folge der stärkeren Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen - zuletzt ging es jedoch wieder abwärts.
Redaktion finanzen.net
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