Carvana-Aktie stürzt nach Short-Seller-Attacke ab: Vorwürfe über aufgeblähte Gewinne
• Gotham wirft Carvana vor Gewinne künstlich aufgebläht zu haben
• Carvana bestreitet die Vorwürfe als "unrichtig und absichtlich irreführend"
• Aktie nach Vorwürfen des Short-Sellers mit Kurssturz
Short-Seller mit Vorwürfen gegen Carvana
Der Short-Seller Gotham City Research wirft dem Online-Gebrauchtwagenhändler Carvana vor, seine Gewinne für 2023 und 2024 um mehr als eine Milliarde Dollar aufgebläht zu haben, berichtet CNBC. Das Unternehmen sei "weitaus stärker von verbundenen Parteien" abhängig, die mit der Familie des CEO Ernie Garcia III in Verbindung stehen, so Gotham. Der Short-Seller kritisierte insbesondere, dass Carvanas Erträge von der Emission von DriveTime-Anleihen, problematischen Krediten und Buchführungspraktiken abhingen.
Zur Unterstützung seiner Anschuldigungen legte Gotham geprüfte Finanzdaten der DriveTime Automotive Group und der Bridgecrest Acceptance Corp. vor - beide Unternehmen gehören Ernest Garcia II, dem größten Carvana-Aktionär und Vater des CEO. CNBC konnte die Echtheit dieser Unterlagen nicht unabhängig prüfen.
Carvana weist Vorwürfe zurück
Carvana wies die Vorwürfe laut CNBC in einer E-Mail als "unrichtig und absichtlich irreführend" zurück und betonte, dass alle Transaktionen mit verbundenen Parteien korrekt ausgewiesen seien. Das Unternehmen bekräftigte zudem, seine Ergebnisse für 2025 wie geplant am 18. Februar zu veröffentlichen.
Nicht die erste Short-Seller-Attacke
Der Bericht reiht sich in eine Serie von Short-Seller-Attacken gegen Carvana ein. Im Vorjahr hatte der mittlerweile aufgelöste Short-Seller Hindenburg Research behauptet, Carvanas Erholung sei eine "Fata Morgana", gestützt auf instabile Kredite und Bilanzmanipulationen, berichtet CNBC.
Carvana-Aktie im Fokus
Die Carvana-Aktien hatten seit einer Insolvenzangst Ende 2022 eine beeindruckende Rally erlebt - von unter 5 Dollar pro Aktie auf über 477,72 Dollar im Dienstagshandel. Am Mittwoch fiel die Aktie nach den Vorwürfen des Short-Sellers an der NYSE jedoch letztlich um 14,17 Prozent auf 410,04 Dollar. Am Donnerstag notieren die Papiere im Handel zeitweise 6,97 Prozent im Plus bei 438,61 Dollar.
Redaktion finanzen.net
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