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Girokonten und Kreditkarten 2026: Was wirklich kostenlos ist und was sich ändert

Ein kostenloses Girokonto ist längst nicht immer bedingungslos kostenlos: Bei vielen Banken entfällt die Kontoführungsgebühr nur, wenn jeden Monat ein bestimmter Betrag eingeht. Gleichzeitig zahlen einige Anbieter nach der jüngsten EZB-Zinserhöhung wieder spürbare Zinsen aufs Guthaben, und auch bei den Kreditkarten tut sich etwas. Ein Überblick, welche Konten 2026 wirklich gratis sind und was sie zusätzlich bieten.

Girokonten: Welche Konten sind noch bedingungslos kostenlos?

Kostenlos heißt nicht automatisch bedingungslos: Viele Banken verzichten nur dann auf die Kontoführungsgebühr, wenn jeden Monat ein bestimmter Betrag eingeht. Ein Vergleich der aktuellen Konditionen zeigt: C24 Smart, Trade Republic und Meine Bank sind ohne jede Auflage gratis. Bei ING und DKB ist das Konto nur mit Mindestgeldeingang oder für Kunden unter 28 Jahren kostenlos.

Anbieter Kontoführung Karte Bargeld
C24 Smart 0 € bedingungslos Debit-Mastercard, Girocard kostenlos zubuchbar 4 kostenlose Abhebungen/Monat, danach 2 € pro Abhebung
Trade Republic 0 € bedingungslos Visa Debitkarte (virtuell kostenlos, physische Karte einmalig 5 €) Ab 100 € weltweit kostenlos, darunter 1 € pro Abhebung
Meine Bank 0 € bedingungslos Girocard/Debit-Mastercard Rund 15.000 Automaten im Verbund kostenlos
ING Kostenlos ab 1.000 € Geldeingang/Monat oder unter 28 Jahren, sonst 4,90 € Visa Debit, Girocard optional (1,49 €/Monat) In der Eurozone kostenlos (ab 50 € pro Abhebung)
DKB Kostenlos ab 700 € Geldeingang/Monat oder unter 28 Jahren, sonst 4,50 € Visa Debit, Girocard optional (0,99 €/Monat) Mit Aktivstatus weltweit fast überall kostenlos

Stand: Oktober 2026, laut Preis- und Leistungsangaben der Anbieter.

Unter den bedingungslos kostenlosen Konten hebt sich Trade Republic* durch die Guthabenverzinsung ab: Seit dem 16. September 2026 zahlt die Bank 2,50 Prozent pro Jahr auf nicht investiertes Guthaben, ohne Obergrenze. Hintergrund ist die Zinsentscheidung der EZB vom 10. September. Die Notenbank hob den Einlagensatz damals von 2,25 auf 2,50 Prozent an, die zweite Erhöhung nach dem Zinsschritt im Juni. Trade Republic gibt den Einlagensatz direkt an seine Kunden weiter. Der Zins ist damit variabel und kann bei künftigen EZB-Entscheidungen auch wieder sinken.

Hinzu kommt das sogenannte Saveback: Wer einen aktiven Sparplan hat, bekommt 1 Prozent seiner Kartenzahlungen automatisch in den Sparplan investiert, bis maximal 15 Euro im Monat. Außerdem fallen bei Kartenzahlungen in Fremdwährung keine Zusatzgebühren an.

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Neben dem Konto bewegt sich 2026 auch bei den Kreditkarten etwas. Der Anstoß kommt von einer Bank, die bisher gar keine echte Kreditkarte im Programm hatte.

Kreditkarten: ING bringt erstmals eine echte Kreditkarte

Die größte Neuerung bei den Kreditkarten kommt 2026 von der ING. ING-Deutschland-Chef Lars Stoy kündigte Anfang August gegenüber der Deutschen Presse-Agentur an, dass die Direktbank noch in diesem Jahr eine eigene Kreditkarte einführen will. Kunden sollen damit möglichst schon ihre Weihnachtseinkäufe bezahlen können. Einen konkreten Starttermin, die Gebühren oder mögliche Zusatzleistungen hat die Bank bislang nicht genannt (Stand: Anfang Oktober 2026).

Bisher erhalten ING-Kunden zum Girokonto nur eine Visa Debitkarte. Sie bucht jede Zahlung direkt vom Konto ab. Im Alltag und beim Onlineshopping reicht das meist aus. Bei Kautionen für Mietwagen oder Hotels akzeptieren manche Anbieter Debitkarten jedoch nicht. Eine echte Kreditkarte sammelt die Umsätze dagegen und rechnet sie einmal im Monat ab.

Wer schon jetzt eine passende Karte sucht, findet im Kreditkarten-Test von finanzen.net einen ausführliche Anleitung zum Vergleich von Konditionen, Gebühren und Bonusprogrammen.

Einordnung

Wer ein Girokonto ohne Mindestgeldeingang und ohne Grundgebühr sucht, hat derzeit mehrere Optionen. Bei ING und DKB hängt die Kostenfreiheit dagegen am monatlichen Geldeingang.

Unter den bedingungslos kostenlosen Konten bietet Trade Republic* aktuell das umfangreichste Paket: 2,50 Prozent Guthabenzins ohne Obergrenze, Saveback und Kartenzahlungen ohne Fremdwährungsgebühr. Wer häufig kleinere Beträge abhebt, sollte allerdings die Gebühr von 1 Euro pro Abhebung unter 100 Euro einkalkulieren. Außerdem ist der Guthabenzins an die EZB gekoppelt.

Häufige Fragen zu Girokonten & Kreditkarten 2026 (FAQ)

Welche Girokonten sind 2026 noch bedingungslos kostenlos?
Ohne jede Bedingung verzichten aktuell unter anderem C24 Smart, Trade Republic* und Meine Bank auf eine Kontoführungsgebühr. ING und DKB sind nur kostenlos, wenn ein Mindestgeldeingang von 1.000 Euro bzw. 700 Euro im Monat erreicht wird oder der Kontoinhaber jünger als 28 Jahre ist.

Führt die ING eine Kreditkarte ein?
Ja. Laut ING-Deutschland-Chef Lars Stoy soll die Kreditkarte noch 2026 kommen, möglichst rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Starttermin und Konditionen sind noch nicht bekannt. Bislang bietet die ING nur eine Visa Debitkarte an.

Wie hoch sind die Zinsen bei Trade Republic?
Seit dem 16. September 2026 zahlt Trade Republic 2,50 Prozent pro Jahr auf nicht investiertes Guthaben, ohne Obergrenze. Der Zinssatz orientiert sich am Einlagensatz der EZB und ist variabel.

Wie unterscheidet sich das Trade Republic Girokonto von anderen kostenlosen Konten?
Neben der bedingungslosen Kostenfreiheit bietet Trade Republic aktuell 2,50 Prozent Guthabenzins sowie die Saveback-Funktion. Dabei wird 1 Prozent jeder Kartenzahlung automatisch in einen Sparplan investiert, bis maximal 15 Euro im Monat. Kartenzahlungen in Fremdwährung sind ohne Aufschlag möglich.

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