Chart-Check

Chartanalyse: DAX - Nur ein False Break?


Am Mittwoch setzt der DAX seine Konsolidierung fort und durchbricht sogar seinen mittelfristigen Aufwärtstrend. Jetzt hilft nur noch ein beherztes Eingreifen der Bullen, um das Verkaufssignal zu negieren.

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Analyse-Datum: Mittwoch, 5. Januar 2011

Diagnose: Die Vorzeichen sind nicht die besten, denn der DAX unterschritt heute seinen mittelfristigen Aufwärtstrend. Doch im Hinblick auf die überverkaufte Markttechnik könnte er noch locker das Ruder herumreißen und das damit entstandene Verkaufssignal negieren.

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Nachdem der S&P 500 am Montag eine neue Jahresbestmarke bei 1276 Punkten aufgestellt hatte, ging gestern auf Schlusskursbasis nicht viel. Unterm Strich blieb ein kleines Minus von 0,13 Prozent zurück, das im Tagesverlauf jedoch erheblich größer war.

S&P 500: 6-Monats-Chart
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Der Future auf den US-Index liegt derzeit ebenfalls im negativen Bereich, sodass mit einem Test der Unterstützungszone bei rund 1260 Zählern zu rechnen ist. Insgesamt bleibe ich jedoch weiter optimistisch für das Fortbestehen des übergeordneten Aufwärtsszenarios, denn auch auf Monats- und Wochenbasis zeigen sich die Trends intakt.

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Dax: 6-Monats-Chart
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Prognose: Die signifikante Verletzung der unteren Aufwärtstrendkanallinie bei aktuell 6914 Punkten hätte weitere deutliche Abgaben zur Folge. Diese würden den Index bis auf zirka 6670 Stellen führen, der nächsten sinnvollen Haltezone. Entpuppt sich der Bruch jedoch als False Break, so wäre die Zurückeroberung der 7000er Punkte-Marke schnell erledigt. Danach stünde als nächste Etappe bereits das Jahreshoch bei 7087 Zählern aus 2010 auf dem Programm.

Erwartung: Zurückeroberung des seit Ende August 2010 bestehenden Aufwärtstrends sowie der 7000 Punkte-Marke, nachfolgend weiter aufwärts mit nächsten Kursziel 7100 Punkte, kurzzeitige sind weiter Bestandteil der Aufwärtsbewegung. Beim nachhaltigen Überwinden der Jahresbestmarke aus 2010 weiter aufwärts in Richtung 7200 Punkte. Die nachfolgende Widerstandszone zwischen rund 7190 und 7232 Punkten aus 2007 und 2008 sollte sich danach jedoch als massiv erweisen, die nur im Zuge einer freundlichen Wall Street zu stemmen ist.

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Von einer Top-Bildung ist auszugehen, wenn die Marke bei 6330/6300 Punkten nach unten gebrochen wird. Dies würde weiteres Korrekturpotenzial von zirka 500 Punkten nach sich ziehen. Hinweise auf ein solches Szenario gibt es aber aktuell nicht.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

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