Aktien von Rheinmetall, HENSOLDT, RENK und TKMS: Geopolitische Spannungen und Pilotprojekt im Blick

07.01.2026 20:27:00

Geopolitische Spannungen und ein Pilotprojekt von Rheinmetall rücken Rüstungswerte weiter ins Rampenlicht. So notierten Aktien von Rheinmetall, HENSOLDT, RENK und TKMS am Mittwoch.

• Geopolitik rückt Rüstungsaktien in den Fokus der Anleger
• Aktien von Rheinmetall, HENSOLDT, RENK, TKMS im Blick
• Chancen durch steigende Verteidigungsbudgets?

Nach den jüngsten geopolitischen Spannungen bleiben Rüstungsaktien bei Anlegern besonders im Fokus. Die Festnahme des venezolanischen Diktators Maduro und die Ernennung der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez sorgen für Spannungen in der Region und führen zu einer Neubewertung von Risiken und Sicherheitsstrategien. Die Märkte reagieren unmittelbar auf diese Entwicklungen, was die enge Verknüpfung von Politik und Rüstungssektor verdeutlicht.

Vor allem nach der US-Intervention in Venezuela rechnen Experten damit, dass kleinere Länder verstärkt in ihre Verteidigung investieren könnten. Dies betrifft insbesondere Länder, die von regionalen Konflikten oder instabilen politischen Verhältnissen bedroht sind. Für Anleger könnten diese Entwicklungen Chancen bieten, gezielt in Unternehmen zu investieren, die von steigenden Verteidigungsbudgets profitieren.

Geopolitische Spannungen rücken Rüstungsaktien ins Rampenlicht

Die Lage in Venezuela zeigt, dass selbst ein einzelnes geopolitisches Ereignis weitreichende Auswirkungen auf internationale Verteidigungsstrategien haben kann. Experten erwarten, dass Länder ihre Armeen modernisieren, Waffensysteme aufrüsten und strategische Partnerschaften eingehen, um für unvorhersehbare Konflikte gewappnet zu sein.

"Fast immer, wenn die Gefahr militärischer Maßnahmen zunimmt, steigen die Rüstungsausgaben, was zu positiven Trends für Verteidigungsaktien führt", schrieb Branchenexperte Douglas Harned von Bernstein Research am 05. Januar laut dpa-AFX mit Blick auf US-Rüstungskonzerne. Wenn im Zusammenhang mit Venezuela oder ähnlichen Aktionen zusätzliche Mittel erforderlich werden, würden diese voraussichtlich zu den ohnehin bereits geplanten US-Rüstungsausgaben hinzukommen, hieß es.

Großbritannien und Frankreich planen militärische Drehkreuze in der Ukraine

Auch die jüngsten Ankündigungen westlicher Staaten unterstreichen die Bedeutung geopolitischer Sicherheitsthemen für den Verteidigungssektor: Großbritannien und Frankreich haben gemäß Dow Jones Newswires erklärt, sie würden im Fall eines Waffenstillstands mit Russland militärische Drehkreuze in der Ukraine einrichten und geschützte Anlagen bauen, um dort Waffen und Ausrüstung bereitzustellen und eine langfristige Sicherheitspartnerschaft zu ermöglichen. Diese Pläne sind Teil umfassenderer Sicherheitsgarantien, die im Rahmen internationaler Gespräche - etwa eines Gipfels in Paris - mit weiteren Partnern beraten wurden, um künftige Angriffe zu verhindern und die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken.

Rheinmetall startet 2027 Pilotprojekt für grüne Wasserstofferzeugung

Rheinmetall hat nach erfolgreicher Entwicklung einer neuen Elektrodentechnologie bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff ein Pilot-Fertigungsprojekt für 2027 angestoßen. Damit soll die Energiewende Deutschlands unterstützt werden.

Wie der Rüstungs- und Technologiekonzern mitteilte, soll die Pilotfertigung am Standort St. Leon-Rot 2027 starten. Dabei soll auf Basis edelmetallfreier Katalysatoren Leistungsdichte und Effizienz der Wasserelektrolyse zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Vergleich zu heutigen Systemen deutlich gesteigert sowie die Produktionskosten gesenkt werden.

"Wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige wie auch bezahlbare Energiewende. Gleichzeitig helfen wir die Abhängigkeit von importierten, fossilen Energieträgern zu reduzieren und damit die Resilienz der deutschen und europäischen Energieversorgung zu stärken", so Klaus Pucher, CEO der verantwortlichen Business Unit.

Die KS Gleitlager GmbH, ein Tochterunternehmen des Konzerns, habe als Konsortialführer in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des von der Bundesregierung geförderten Konsortialprojekts "Edelmetallfreie Elektroden für die nächste Generation der Alkalischen Elektrolyse" (E2ngel) geforscht.

So reagieren die Rüstungsaktien

Für Investoren bieten Rüstungsaktien sowohl Chancen als auch Risiken. Die jüngsten Ereignisse unterstreichen die Bedeutung geopolitischer Faktoren für die Kursentwicklung. Unternehmen wie Rheinmetall, HENSOLDT, RENK und TKMS könnten langfristig von höheren Verteidigungsbudgets profitieren, müssen jedoch kurzfristige Schwankungen einkalkulieren.

Auf XETRA zeigten sich am Mittwoch Gewinnen: Die Rheinmetall-Aktie stieg schlussendlich um 4,85 Prozent auf 1.825,00 Euro, während HENSOLDT um 5,91 Prozent auf 86,85 Euro stieg. RENK-Anteilsscheine gewannen derweil 3,79 Prozent auf 61,86 Euro und TKMS-Papiere kletterten um 1,92 Prozent auf 76,95 Euro.

Redaktion finanzen.net mit Material von DOW JONES

Bildquelle: Tobias Arhelger / Shutterstock.com

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