BYD-Aktie gefragt: E-Autobauer hat wohl neue Submarke für Fahrdienste gegründet

12.01.2026 17:54:00

BYD führt wohl eine neue Submarke ein, um im Markt der Fahrdienstvermittlung zu punkten. Gleichzeitig belasten schwache Verkaufszahlen und wachsender Konkurrenzdruck.

• Linghui: Wohl neue Submarke für Fahrdienstmarkt gegründet
• Absatz im Dezember 2025 gesunken, dritter rückläufiger Monat in Folge
• Wettbewerb und Überkapazitäten belasten Markt

Neue Submarke für Fahrdienstvermittlung

BYD hat mit Linghui wohl eine neue Submarke speziell für den Markt der Fahrdienstvermittlung gegründet. Unter diesem Label plane der chinesische Elektroauto-Hersteller mehrere Modelle der E-Serie, darunter die Linghui e5, e7, e9 und M9, die jeweils ein eigenes Markenlogo tragen. Die offizielle Ankündigung der Marke stehe noch aus, laut CnEVPost berichten Medien wie Yiche jedoch, dass Linghui gezielt auf Fahrdienste abzielt.

Die E-Serie gehöre zur Nutzfahrzeugsparte von BYD und ergänze das bestehende Angebot der Dynasty- und Ocean-Serie. BYD hatte im Mai 2025 die elektrische Limousine e7 vorgestellt, die im erschwinglichen Segment bei Fahrdiensten wegen ihrer hohen Betriebseffizienz beliebt sei. Die Linghui-Submarke solle das Markenimage schützen, insbesondere im Hinblick auf BYDs Ambitionen im Luxussegment.

Verkaufszahlen unter Druck: Wachstumsmotor stottert

Die jüngsten Absatzzahlen des weltweit größten Elektrofahrzeugherstellers BYD zeichnen ein beunruhigendes Bild. Im Dezember 2025 sank die Produktion um fast 10 Prozent auf 420.000 Fahrzeuge. Noch dramatischer fiel der Absatzrückgang aus - ein Minus von 18 Prozent auf knapp über 420.000 verkaufte Einheiten. Dies markiert den dritten aufeinanderfolgenden Monat mit rückläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr, obwohl der November mit 480.000 NEV-Fahrzeugen noch den höchsten Monatsabsatz des Jahres darstellte.

Überkapazitäten und Konkurrenzdruck belasten Heimatmarkt

Experten führen die schwächelnden Zahlen auf eine Kombination aus intensivem Wettbewerb und massiven Überkapazitäten im chinesischen Markt zurück. Eine aktuelle Marktstudie prognostiziert für 2026 eine Stagnation des gesamten chinesischen Automobilmarkts mit weiter sinkenden Absatzmengen. Bloomberg erwartet zudem, dass sich das globale Elektroauto-Wachstum von 23 Prozent auf nur noch 12 Prozent abschwächen wird - ein weiterer Faktor, der die BYD-Aktie belastet.

BYD-Chef Chuanfu räumt ein, dass der technologische Vorsprung des Unternehmens durch aufstrebende Konkurrenten wie Xiaomi und Xpeng zunehmend schwindet. Diese neue Generation von Wettbewerbern drängt mit innovativen Produkten und aggressiver Preisgestaltung in den Markt. Als Reaktion plant BYD eine umfassende Technologieoffensive, um die Führungsposition zu verteidigen.

BYD-Aktie im Fokus

Zum Wochenstart ging es für die BYD-Aktie in Hongkong letztlich 1,22 Prozent auf 95,70 HKD hoch. In der jüngsten Vergangenheit schwächelten die Anteilsscheine jedoch etwas: Innerhalb der letzten drei Monate verlor die BYD-Aktie rund 12 Prozent an Wert. Von ihrem 52-Wochen-Hoch von 159,27 HKD im Mai vergangenen Jahres hat sich die Aktie deutlich entfernt. Dennoch zeigt sich beim Blick auf die letzten zwölf Monaten mit einem Plus von rund 14 Prozent eine positive Performance.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Robert Way / Shutterstock.com, Philip Lange / Shutterstock.com, BYD

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